SIRNACH: Kino mit Aussicht

Vier Profimusiker und der Sonnenuntergang. Das stand am Freitagabend auf der Hochwacht im Mittelpunkt.

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Blick von der Hochwacht mit den Klangkino-Musikern im Vordergrund. (Bild: Christoph Heer)

Blick von der Hochwacht mit den Klangkino-Musikern im Vordergrund. (Bild: Christoph Heer)

Kurz nach Sonnenuntergang. Wind in den Haaren, ein Hund auf der Jagd nach Junikäfern, ab und zu ein vorbeibrausendes Auto, vier Profimusiker in der Wiese und rund 50 Zuhörer. Das war die jüngste Austragung des Klangkinos auf der Hochwacht. Ein ehrlicher Leckerbissen für diejenigen, die sich das Spektakel gegönnt haben. Wobei Spektakel die Szenerie eigentlich nicht richtig umschreibt. Es war vielmehr ein «Miteinander-Herunterfahren». Auch Petrus spielte wieder mit. So öffnete er die Regenschleusen genug früh, so dass einer Durchführung auf der Hochwacht und im Freien nichts im Wege stand. Es hätte eine Alternative gegeben, indem man in die Ausstellungsräume des Möbelhauses Artemano gezügelt wäre.

So aber fand das statt, was sich die Besucher gewünscht hatten. Die vier Musiker spielten den Reiz der Abenddämmerung aus und vertonten sie fernab der geschäftigen Welt. Aus dem knapp anderthalbstündigen Konzerterlebnis wurde ein geglückter Start in die Sommerferien. Auffallend viele junge Besucher hatten es sich nämlich auf der Wiese bequem gemacht.

Das Klangkino besteht aus dem einheimischen Dominik Meier (Piano und Kompositionen), Daniel Schneider (Klarinette), Fredy Bopp (Bass) und Andreas Aeppli (Perkussion). Das Quartett liess gekonnt Elemente aus Jazz, Pop und Klassik ineinander verschmelzen.

Christoph Heer

hinterthurgau

@thurgauerzeitung.ch