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SIRNACH: Die Pfannen weichen der Kunst

Der Sirnacher Jörg Hubmann hat seine Küche zur Galerie umfunktioniert. Die Idee dazu stammt aus Australien. Hubmann selbst und drei weitere Künstler zeigen derzeit ihre Werke. Thema der Ausstellung ist der Tod.
Ivan Spiess
Die Künstler und der Kurator: Kaspar Schumacher, Matthias Schneeberger, Jörg Hubmann und Anna Altmeier. (Bild: Ivan Spiess)

Die Künstler und der Kurator: Kaspar Schumacher, Matthias Schneeberger, Jörg Hubmann und Anna Altmeier. (Bild: Ivan Spiess)

SIRNACH. «Bei dem Wort Galerie denken viele Leute gleich an etwas Abgehobenes», sagt Jörg Hubmann. Der Sirnacher ist Kurator der Ausstellung «Das Wunder des Todes» – und die steht, gar nicht abgehoben, in Hubmanns Küche.

Bisher hat Hubmann vier Ausstellungen lanciert. Mit seinem Projekt «Jörg's Kitchen» will er eine Plattform für Künstler anbieten, aber auch zu einer lockeren und familiären Atmosphäre einladen. «Mit meinen Ausstellungen will ich ein ungezwungenes Verhältnis zur Kunst schaffen. Und so auch Leute ansprechen, die keine Kunstkenner sind», sagt Hubmann.

In Sidney Kunst studiert

Die Idee, eine Galerie in der eigenen Wohnung zu machen, hat Hubmann aus Australien mitgebracht. Mit 28 Jahren wanderte er aus der Schweiz aus und lebte dort 17 Jahre lang. Er studierte an der Universität in Sydney Kunst, machte einen Bachelor in «Visual Arts» und war in der lokalen Kunstszene aktiv. «In Australien gibt es eine grosse Szene. Dass Künstler in Wohnungen oder anderen unüblichen Orten ausstellen, hat dort Kultur», wie Hubmann erklärt.

Doch was hat es mit dem eher schwer verdaulichen Titel «Das Wunder des Todes» auf sich? Der Kurator meint: «Der Tod kann Erlösung, Unheil oder eine konstante Auseinandersetzung sein. Er ist für jeden etwas anderes.» Gut 40 Besucher haben sich bereits vergangene Woche zur Gruppenausstellung «Das Wunder des Todes» an der Breitestrasse 41e in Sirnach zusammengefunden. Draussen am Grill-Buffet herrschte eine angeregte und diskussionsfreudige Stimmung. In der Galerie ging es etwas ruhiger zu und her: Man studierte die Werke der Künstler und liess sie auf sich wirken. Neben Kurator Hubmann selbst stellten drei weitere Künstler aus. Die kleine Galerie zeigte dabei ein vielfältiges Programm: von bemalten Tierschädeln und Bildern im Kleinformat über grosse Gemälde auf Holz bis hin zu Skulpturen aus Papier.

Erste Gruppenausstellung

Mit den Künstlern Anna Altmeier, Matthias Schneeberger und Kaspar Schumacher lancierte Hubmann die erste Gruppenausstellung in seiner Galerie. Matthias Schneeberger, der davor zwei Einzelausstellungen seiner Werke in «Jörg's Kitchen» veranstaltete, schätzt das Projekt: «Ich veröffentliche meine Bilder hauptsächlich über Social Media. Jörg hat mich bestärkt, meine Kunst in seiner Galerie zu zeigen. Zudem finde ich den direkten Austausch mit den Besuchern inspirierend», erzählt der Künstler.

In Zukunft will Hubmann, der seine eigenen Werke auch schon in der Kunsthalle Wil zeigte, mehr Ausstellungen lancieren: «Vier bis fünf Ausstellungen pro Jahr wären das Ziel. Und ich will mehr Gruppenausstellungen machen.» Bereits für den kommenden August ist eine nächste Ausstellung geplant. Doch vorerst lädt «Jörg's Kitchen» heute ab 19.30 Uhr und morgen ab 14 Uhr zur nächsten Runde in seine Küche ein.

«Jörg's Kitchen», Breitestrasse 41e, Sirnach Freitag, 17. Juni, ab 19.30 Uhr und Samstag, 18. Juni, ab 14 Uhr www.facebook.com/joergskitchen

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