SIRNACH: Der Traum von einer Dreifachturnhalle

Die Einheitsgemeinde präsentierte eine Rechnung mit 1,2 Millionen Franken Gewinn. Die Birkenweghalle wird auf die diesjährige Budgetversammlung traktandiert.

Drucken
Teilen
Gemeindepräsident Kurt Baumann führt durch die Rechnungsgemeindeversammlung. (Bild: Christoph Heer)

Gemeindepräsident Kurt Baumann führt durch die Rechnungsgemeindeversammlung. (Bild: Christoph Heer)

Eine Gemeindeversammlung bereits um 19.30 Uhr? Ja, für dieses eine Mal schon. Gemeindepräsident Kurt Baumann erklärte am Dienstagabend diese Situation mit den Worten, dass genügend Zeit übrig bleiben soll, um sich nach der Versammlung am Apéro auszutauschen und die «Sirnacher Ausstellung» zuhanden des 20-Jahr-Gemeindejubiläums zu bestaunen. Wohlwollend wurde das von den 131 Stimmberechtigten aufgenommen. Und ganz wichtig: Fast niemand verliess den Versammlungsort 90 Minuten später, ohne anzustossen und sich in Gespräche verwickelt zu haben. Die traktandierten Geschäfte waren indes von kurzer Dauer und wurden ohne Gegenstimmen abgesegnet. Die Jahresrechnung der Einheitsgemeinde schloss mit einem Ertragsüberschuss von 1,2 Millionen Franken. Baumann erklärte, dass alle Bereiche besser als budgetiert abgeschlossen hätten. So wird der Ertragsüberschuss der Vorfinanzierung von Schulraum (530000 Franken), zusätzlichen Abschreibungen auf Liegenschaften der Gemeinde (600000 Franken) und dem Eigenkapital (knapp 72000 Franken) zugewiesen.

Alle neun Einbürgerungsgesuche – insgesamt 15 Personen – wurden gutgeheissen. Spannende Neuigkeiten erhielt der Souverän zur Sanierung der Turnhalle Birkenweg». Baumann dazu: «Die aktuell bestehende Turnhalle befindet sich bauphysikalisch in einem miserablen Zustand. Da eine Sanierung etwa gleich viel kostet wie ein Neubau, hat sich der Gemeinderat entschieden, das Projekt einer Dreifachturnhalle weiterzuverfolgen.» Über einen Planungskredit wird voraussichtlich an der Budgetgemeindeversammlung im Dezember befunden. Warum eine Dreifach- wenn auch eine Zweifachturnhalle den jetzigen Notstand aufheben würde? «Ganz einfach, weil Sirnach eine zukunftsorientierte Gemeinde ist und längerfristig planen will», so Baumann. Das Projekt, welches sich jetzt noch in den Kinderschuhen befindet, wird in den kommenden Monaten vertieft. Abschliessend wurde Jacqueline Kayser nach 15-jähriger Mitarbeit in der Schulkommission verabschiedet.

Christoph Heer

hinterthurgau

@thurgauerzeitung.ch

Aktuelle Nachrichten