Siegelabdruck passt zu Funden aus dem Tägermoos

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Das Amt für Archäologie hat bereits eine erste historische Einordnung der Bulle gemacht. Da die päpstlichen Siegel aus Blei bestehen und seit etwa 1100 nach Christus praktisch dieselben Bilder tragen, sei die Zuweisung des Objekts nicht schwierig gewesen. Das Bleisiegel stammt aus dem 14. Jahrhundert von Papst Clemens VI. Damals habe die päpstliche Kanzlei in Rom «am laufenden Band» Urkunden ausgefertigt. In dieser Zeit ging manch ein Siegel verloren. Deshalb kommen päpstliche Bullen als Bodenfunde zwar vor, seien aber relativ selten. Bisher habe sich gezeigt, dass der Siegelabdruck zu den Funden von mittelalterlichen Siegelstempeln aus dem Tägermoos bei Konstanz passt. Das zeige den «langen Arm» der Kirche im Mittelalter. (rha)