Sieben Stimmen Unterschied

Jürg Schumacher heisst der bisherige und neue Gemeindepräsident von Märstetten. Im zweiten Wahlgang setzt der BDP-Mann sich mit knappem Ausgang gegen den parteilosen Werner Minder durch.

Mario Testa
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MÄRSTETTEN. Mit 505 zu 498 Stimmen geht das Kopf-an-Kopf-Rennen ums Märstetter Gemeindepräsidium an Jürg Schumacher. Er darf für eine weitere Legislatur der Gemeinde vorstehen. «Ich nehme die Wahl an, aber ein deutlicheres Ergebnis wäre schöner gewesen», sagt Jürg Schumacher.

Er beginnt im Juni seine dritte Legislatur als Gemeindepräsident von Märstetten. Schumacher ist gezeichnet vom hart geführten Wahlkampf. «Es war eine sehr grosse Beanspruchung. Auch für meine Frau. Wir waren hin und her gerissen.» Ihm liege sehr viel an der Gemeinde, in der er aufgewachsen ist und lebt und sei deshalb nochmals angetreten. «Die Motivation, etwas Positives zu bewegen für Märstetten, habe ich immer noch.»

Viele Unzufriedene als Wähler

Den politischen Gegnern von Jürg Schumacher ist es gelungen, innert kurzer Zeit viele Wähler zu mobilisieren, die unzufrieden mit dem Amtsinhaber waren. Eine Findungskommission hatte über den Jahreswechsel mit Werner Minder einen Gegenkandidaten gefunden und aufgebaut. «Nur jede dritte Stimme entfiel im ersten Wahlgang auf den Amtsinhaber, wir mussten reagieren, es gab viele Unzufriedene», sagt Sepp Rüegg, Präsident der SVP-Ortspartei und Mitglied der Findungskommission. «Minder war ein sehr guter Kandidat im zweiten Wahlgang.»

Enttäuschung bei Minder

Bei Werner Minder ist die Enttäuschung gross. «Ich wollte wirklich etwas bewegen in Märstetten. Und sieben Stimmen Unterschied ist wirklich fast nichts, es ist ärgerlich», sagt er. Minder, der nun Bauverwalter und Gemeindeschreiber von Sulgen bleibt, hat Jürg Schumacher persönlich zu dessen Wahlsieg gratuliert. «Ich akzeptiere diesen Volksentscheid. Aber ich werde diese Nacht sicher nicht gut einschlafen.» • WEINFELDEN 36

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