Sie ziehen für Milch um die Wette

BICHELSEE. Kinder der Primarschule Bichelsee haben für den Wettbewerb von Swissmilk ein Plakat gestaltet. Nach mehreren Versuchen sind die Schüler mit dem Resultat zufrieden. Wenn sie gewinnen, wollen sie in den Europapark fahren.

Tanja Weibel
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Die 4.- bis 6.-Klässler von Bichelsee sind zufrieden mit ihrem Plakat, das sie für den Wettbewerb von Swissmilk gestaltet haben. (Bild: Reto Martin)

Die 4.- bis 6.-Klässler von Bichelsee sind zufrieden mit ihrem Plakat, das sie für den Wettbewerb von Swissmilk gestaltet haben. (Bild: Reto Martin)

Stolz heben die Primarschüler aus Bichelsee ihr riesiges Plakat in die Höhe. Seit Mitte Januar haben sie mehrmals pro Woche daran gearbeitet, jetzt sind alle mit dem Ergebnis zufrieden und hoffen auf einen Sieg beim Plakatwettbewerb von Swissmilk.

Diese sucht die kreativste Schulklasse der Schweiz. Über 70 Klassen aus dem ganzen Land haben sich angemeldet und bunte Werbeplakate zum Thema «Milch als Starkmacher» kreiert. Jetzt werden die Plakate aufgehängt und in drei Alterskategorien per Online-Voting die Sieger erkoren. Als Gewinn winken 2000 Franken. Ausserdem sind alle Teilnehmer zum Hauptevent am Tag der Milch in Lausanne eingeladen. Dort offeriert Swissmilk ein Mittagessen und anschliessend ein Konzert einer beliebten jungen Schweizer Pop-Rock-Band.

Seilziehen im Schulhof

Die 4.- bis 6.-Klässler in Bichelsee haben ihr Plakat mit einem Brainstorming begonnen, bei dem jeder und jede eigene Ideen einbrachte. «Sie mussten als Hausaufgabe auch Kühe und andere Sujets zeichnen, die wir später verwenden konnten», sagt Klassenlehrerin Claudia Käppeli. Bei der Auseinandersetzung mit dem Thema hat sich bald das Seilziehen herauskristallisiert. Dieses wollten die Kinder unbedingt in irgendeiner Form auf dem Plakat darstellen. Dafür haben sie auf dem Schulhausplatz selbst einen Seilziehwettkampf veranstaltet und wurden dabei von ihrer Lehrerin fotografiert. So konnten die Seilzieher auf dem Plakat realistischer dargestellt werden

«Von Januar bis jetzt entstanden fünf verschiedene Versionen des Plakats», sagt Käppeli. Immer wieder sei ein Vorschlag angenommen und danach wieder abgeändert worden, bis schliesslich alle Schülerinnen und Schüler mit dem Ergebnis zufrieden waren. Danach wurde das Sujet auf die 3,5 Quadratmeter grosse Plakatwand aufgemalt und lackiert.

Lehrerin Claudia Käppeli blickt auf ein spannendes Projekt zurück. Sie habe zum ersten Mal an einem solchen Wettbewerb mitgemacht und sei zufrieden mit dem Resultat. «Die Kinder fanden es zu Beginn schwierig, Ideen zu finden. Danach waren aber alle begeistert bei der Sache und haben immer sehr gut zusammengearbeitet», sagt sie.

Nach Lausanne ans Konzert

Die Klasse hat sich aus verschiedenen Gründen beim Wettbewerb angemeldet. Einerseits freuen sich alle auf den Ausflug nach Lausanne und sind schon ganz gespannt, wer am Konzert auftreten wird – die Wunschkandidaten sind dabei ganz unterschiedlich. Ein weiterer Grund für die Teilnahme ist der Geldpreis. Und was sie mit den 2000 Franken anstellen wollen, da sind sich alle Schüler einig: «Einen Tag frei haben und zusammen in den Europapark fahren.»

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