«Sie kritisiert mich selten beim Fahren»

Der Steckborner Alfred Muggli, Arzt und Präsident der Stiftung Turmhof, fährt beim Memorial Bergrennen Steckborn–Eichhölzli im Feld 2, im Corso mit.

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Alfred Muggli Teilnehmer des Memorial-Bergrennens Eichhölzli (Bild: Nana do Carmo)

Alfred Muggli Teilnehmer des Memorial-Bergrennens Eichhölzli (Bild: Nana do Carmo)

Was bedeutet für Sie und Ihre Familie das Memorial-Bergrennen Steckborn–Eichhölzli?

Dieser Anlass gefällt uns sehr. Das erste Memorial-Bergrennen habe ich wegen eines Auslandaufenthaltes verpasst. 2010 habe ich die Anmeldefrist für meinen Eagle verpasst, aber meine Frau und ich haben das Rennen interessiert verfolgt.

Sie nehmen mit einem AMC Eagle Wagon 4-WD teil. Das Modell ist 35jährig und gilt als Ur-Crossover der Jeep-Technik als konkurrenzlos. Was schätzen Sie am Wagen?

Der Eagle ist an diesem Rennen wahrscheinlich das einzige Fahrzeug mit Allradantrieb. American Motor Corporation, Nummer vier der amerikanischen Automobilbauer, hat 1970 Willys übernommen und damit die Patente für den Allradantrieb. AMC hat einfach die Jeep-Technik in eines ihrer bestehenden Fahrzeuge eingebaut. Die Antriebskraft wird über ein Verteilergetriebe automatisch auf die vier Räder verteilt. Der permanente Allradantrieb erfordert keine Zuschaltung oder eine Differenzialsperre. Vor allem in den Wintermonaten war der Allradantrieb bei Hausbesuchen auf dem Seerücken von enormem Vorteil.

Ihre Tochter lebt in Dubai, Ihr Sohn in Diessenhofen. Kommen alle zum Memorial-Bergrennen?

Mein Sohn wird sicher dabei sein. Er wird das originelle Fahrzeug, von dem es in der Schweiz nur noch ganz wenige Exemplare gibt, einmal erben. Meine Tochter kann wegen der Kinder nicht nach Steckborn kommen.

Ihre Frau sitzt an Ihrer Seite, wenn Sie beim Memorial Corso den Berg hinauf fahren. Kommentiert sie Ihren Fahrstil und kann sie diesen Wagen selbst auch steuern?

Meine Frau kritisiert mich selten beim Fahren und ich kann lediglich besser seitwärts parkieren als sie. Selbstverständlich kann sie das Auto steuern. Sie mag den Eagle, weil er einfach zu fahren ist und dank des Allradantriebs ein neutrales Fahrverhalten hat.

Welche Höchstgeschwindigkeit können Sie dem Wagen abringen?

Der Eagle ist nicht schnell, man kann jedoch ohne weiteres 120 Kilometer pro Stunde fahren, dann wird der Sechs-Zylindermotor sehr durstig. Ich könnte jedoch mit dem Eagle bei Schneeverhältnissen alle Konkurrenten auf der Eichhölzli-strecke schlagen. (kü)

Samstag, 26., und Sonntag, 27. September, jeweils 9 bis 17 Uhr: Memorial Bergrennen Steckborn–Eichhölzli. Informationen unter www.bergrennen-steckborn.ch