Sie benötigen Sugus, Nudeln und Schminke

FRAUENFELD. Seit Donnerstagabend beteiligen sich Jugendliche überall im Thurgau an gemeinnützigen Projekten. Die Teilnehmer der 72-Stunden-Aktion kommen gut voran, sind aber auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Im Internet schreiben sie, wo noch Hilfe gebraucht wird und zu welchen Veranstaltungen sie einladen.

Katharina Brenner
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Bei der 72-Stunden-Aktion in Frauenfeld befreit die Corps Pfadi die Allmend von Neophyten. (Bild: Donato Caspari)

Bei der 72-Stunden-Aktion in Frauenfeld befreit die Corps Pfadi die Allmend von Neophyten. (Bild: Donato Caspari)

Die Zeit läuft – zur Hälfte ist sie schon rum – und es gibt erste Ergebnisse. Die Allmend in Frauenfeld hat jetzt einige Neophyten weniger. Die Corps Pfadi jätet dort Unkraut. In Amriswil verfeinern und rühren Mitglieder der Pfadi Leuefels literweise Tomatensauce. Die brauchen sie für den Pasta-Lieferservice, den sie im Rahmen der 72-Stunden-Aktion organisieren. In vielen verschiedenen Orten im Thurgau engagieren sich Jugendliche noch bis Sonntagabend in gemeinnützigen Projekten.

Pastalieferanten aus Amriswil

Erst durch die Unterstützung der Bevölkerung werden die Projekte zum Erfolg. Die Pasta-Lieferanten aus Amriswil haben am Freitag noch dringend «Nudeln, Tomaten und alles, was in eine Pastasauce gehört», gesucht sowie Getränke, die sie zum Essen servieren können. Dieser Aufruf steht neben vielen anderen auf der Internetseite der 72-Stunden-Aktion. Hier informieren die verschiedenen Gruppen darüber, was sie noch brauchen.

In Weinfelden etwa sind am Freitag talentierte Personen für ein Fasnachtsschminken am Sonntag gesucht worden. Denn die Gruppe der Help Samariterjugend Thurgau und Schaffhausen lädt am Sonntag zu einem kleinen Festival in Weinfelden ein. Die Gruppe möchte dabei Spenden sammeln für die Theodora-Stiftung, die Spitalclowns schult und unterstützt.

Jugendliche aus Frauenfeld wiederum benötigen ganz viele Sugus «für eine Schatztruhe, die nie leer werden darf». Am Samstagnachmittag laden sie zu verschiedenen Programmpunkten beim Stählibuck ein. Denn auch das findet sich auf der Internetseite: Einladungen zu Aufführungen, Grillfesten, Spiel- und Volleyballturnieren.

Organisatoren sehr zufrieden

Marco Keller, der die Aktion im Thurgau leitet, ist am Freitagmittag sehr zufrieden mit dem Verlauf: «Bisher klappt alles sehr gut. Wir bekommen viel Unterstützung aus der Bevölkerung.» Keller selbst steht auf dem Marktplatz in Weinfelden und informiert an einem Stand über die verschiedenen Standorte und den Hintergrund der Aktion.

Alle Informationen zu den Projekten gibt es im Internet unter: www.72h.ch/thurgau