Shorty wollte lieber wieder in die Schweiz

Nicht zum ersten Mal hat die Waldrapp-Dame Shorty den Anschluss in die Toscana für den Winter verpasst und ist stattdessen an den Zugersee geflogen. Gründer des Waldrapp-Teams und Verhaltensbiologe Johannes Fritz hofft nun, dass er Shorty bald an den Bodensee nach Radolfzell bringen kann.

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Johannes Fritz Gründer Waldrappteam (Bild: pd)

Johannes Fritz Gründer Waldrappteam (Bild: pd)

Nicht zum ersten Mal hat die Waldrapp-Dame Shorty den Anschluss in die Toscana für den Winter verpasst und ist stattdessen an den Zugersee geflogen. Gründer des Waldrapp-Teams und Verhaltensbiologe Johannes Fritz hofft nun, dass er Shorty bald an den Bodensee nach Radolfzell bringen kann.

Herr Fritz, wieso hat Shorty ihren Winter in der Schweiz verbracht?

Shorty verlor schon 2013 den Anschluss in die Toscana. 2014 fuhren wir sie dann vorsorglich mit dem Auto dort hin. Wie es ausschaut, hat sie aber nicht gelernt, wo sie den Winter verbringen sollte, da sie erneut am Zugersee weilte. Wir gehen davon aus, dass sie auch im Folgejahr in die Schweiz fliegen wird.

Vogelfreunde griffen den Waldrapp auf. Shorty war unter anderem abgemagert und wurde danach im Tierpark in Goldau aufgepäppelt. Wie geht es ihr jetzt?

Der Winter in der Schweiz ist für Waldrappe nicht geeignet. Shorty hat sich aber gut erholt, und wir können sie nach Radolfzell bringen. Dort warten sieben weitere Waldrappe, die den Winter dort verbracht haben. Shorty wird bis Ende März dort bleiben. Dann geht es nach Hause ins bayrische Burghausen.

Wieso genau Ende März?

Weil dann die anderen Waldrappe in der Toscana aufbrechen. Anfang April können wir mit den ersten in Burghausen rechnen. Shorty wird dann schon dort sein und auf ihre Artgenossen warten. (woo)

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