Senkrechtstarter

Urs Schrepfer, Sie sind erst seit einen halben Jahr in der SVP und schafften am Sonntag vom 19. Listenplatz aus die Wahl in den Grossen Rat. Wie ist Ihnen das gelungen?

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Urs Schrepfer Neuer SVP-Kantonsrat

Urs Schrepfer Neuer SVP-Kantonsrat

Urs Schrepfer, Sie sind erst seit einen halben Jahr in der SVP und schafften am Sonntag vom 19. Listenplatz aus die Wahl in den Grossen Rat. Wie ist Ihnen das gelungen?

Ich habe eine gewisse Bekanntheit in der Region. Fünf Jahre war ich Lehrer in Fischingen, seit acht Jahren bin ich Schulleiter in Wängi und seit drei Jahren Schulpräsident in Sirnach. Ausserdem habe ich mich jahrelang in Vereinen engagiert.

Bekanntheit allein reicht aber nicht.

Sicher, die Leute müssen einen auch als Person schätzen. Sie kennen mich als ehrlichen Menschen. Ich versuche, mich selbst zu bleiben. Bis jetzt ist mir dies gelungen.

Waren Sie eigentlich überrascht, dass Ihnen der Einzug ins Kantonsparlament gelang?

Ich hatte mir eine 40-Prozent-Chance gegeben. Als ich am Sonntag jedoch die ersten Hochrechnungen sah, laut denen die SVP massiv an Sitzen einbüssen würde, habe ich nicht mehr an meine Chance geglaubt. Umso überraschter, aber auch überaus glücklich war ich, als herauskam, dass ich gewählt bin. In die Freude mischte sich dann aber schnell auch ein gewisser Druck, weil ich mir der Verantwortung gegenüber den Wählern bewusst bin und sie nicht enttäuschen möchte.

Sie sind Schulleiter, Schulpräsident und SVP-Mitglied. Eine seltene Konstellation.

SVP und Schule, das schliesst sich nicht aus. Hin und wieder weiche ich auch von der SVP-Linie ab. Dennoch, ich bin der Meinung, dass die Schule den Eltern und den Kindern bei Regelverstössen Grenzen setzen muss. Dies habe ich als Lehrer so gehandhabt und bin gut damit gefahren.

Ihre Erfahrung als Lehrer und Ihr Wissen als Schulpräsident möchten Sie sicher in den Grossen Rat einbringen.

Ja, mein Know-how in Bildungsfragen ist meine Stärke, sei es nun beim neuen Beitragsgesetz oder indem ich aufzeige, dass Grenzen setzen bei den Kindern auch ein Teil der Präventionsarbeit ist.

Sie haben am Sonntagabend schon gefeiert. Nun folgt am Donnerstag von 19 bis 20 Uhr in der Turnhalle Busswil eine kleine Wahlfeier mit der Sirnacher Bevölkerung.

Ich hoffe, dass möglichst viele Sirnacher und Busswiler vorbei-kommen. Bis dann steht auch der Maibaum in meinem Garten, den ich zu Ehren meiner Wahl erhalte. (ph)