Senioren wollen mehr Platz

In Sirnach werden 14 Alterswohnungen gebaut. Schon mehr als die Hälfte ist vermietet. Der Genossenschaftspräsident von Wohnen im Alter sagt, dass grosse Wohnungen gefragt sind.

Simon Dudle
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So sollen die Alterswohnungen am Birkenweg ausschauen. Sie sind ab September bezugsbereit. (Bild: Visualisierung: pd)

So sollen die Alterswohnungen am Birkenweg ausschauen. Sie sind ab September bezugsbereit. (Bild: Visualisierung: pd)

SIRNACH. Seit einem Vierteljahrhundert stehen die Buchstaben «Was» in Sirnach für «Wohnen im Alter». Schon fast so lang werden am Fabrikweg Alterswohnungen geführt – 29 an der Zahl. Da diese in den vergangenen Jahren meist ausgelastet waren, hat man sich bei der Altersgenossenschaft Gedanken über die Zukunft gemacht. Als die Bürgergemeinde und die Politische Gemeinde Land unentgeltlich zur Verfügung stellten, war der Weg geebnet für einen zusätzlichen Neubau am Birkenweg, der seit Mai vergangenen Jahres erstellt wird.

Per 1. September bezugsbereit

An der Genossenschaftsversammlung von Mittwochabend konnte Baupräsident Willy Nef verkünden, dass man im Zeitplan liege und die Wohnungen per 1. September des laufenden Jahres bezugsbereit seien. Errichtet werden für 5,45 Millionen Franken – Land nicht eingerechnet – je sechs 2,5- und 3,5-Zimmer-Wohnungen und zwei Attika-4,5-Zimmer-Wohnungen. Während noch alle 2,5er-Wohnungen frei sind, wurden schon alle anderen vermietet. Genossenschaftspräsident Paul Schelbert schliesst daraus, dass «auch Einzelpersonen nicht mehr zufrieden sind mit einer 2,5-Zimmer-Wohnung». Um die sechs verbleibenden Wohnungen auch noch an den Mann oder die Frau zu bringen, wird einerseits Werbung geschaltet, andererseits die Kriterien gelockert. Obwohl die Grundidee ist, mit diesen Wohnungen den Sirnachern möglichst lange die Selbständigkeit zu erhalten, wird auch Leuten aus anderen Gemeinden eine Wohnung angeboten, so es keine Sirnacher Interessenten gibt. «In Wil haben sie zum Beispiel zu wenige Alterswohnungen», sagt Schelbert.

Die weiteren Traktanden der Versammlung waren schnell abgehandelt. Unter «Wahlen» gab es einige Mutationen. Yvonne Koller wurde als Delegierte der Politischen Gemeinde in den Vorstand gewählt. Sie ersetzt Jürg Bühler, der schon vergangenes Jahr zurückgetreten war und eine Vakanz hinterliess. Am Mittwochabend verabschiedet wurde Paul Stahel und durch Dit Fisch ersetzt. Somit gehört dem Gremium ein Jahr nach dem Rücktritt von Marie-Louise Müller wieder eine Frau an.

Rücktritt mit 76

Im Amt bestätigt wurden Raimondo Baumgartner als Vertreter der Sirnacher Bürgergemeinde, Kassier Bruno Hochreutener, Aktuar Willy Nef und auch Präsident Schelbert. Für ihn war es eine letzte Wiederwahl. Er hat seinen Vorstandskollegen unterbreitet, dass er nächstes Jahr zurücktreten wird. Schelbert, der seit der Gründung der Genossenschaft Präsident ist, wird dann 76jährig sein.