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Selbst des Stapis Velo befindet sich auf Abwegen

Vermisste Drahtesel
Schüler der Schulanlage Reutenen machen sich mit ihren Velos auf den Nachhauseweg. (Bild: Nicolas Senn)

Schüler der Schulanlage Reutenen machen sich mit ihren Velos auf den Nachhauseweg. (Bild: Nicolas Senn)

Vermisstmeldungen von Büsis erhalten harte Konkurrenz. Zuletzt mehren sich in der Frauenfelder Facebook-Gruppe «Du bisch vo Frauefeld, wenn...» Meldungen zu entwendeten Velos. Der neuste Trend: Die unbekannte Täterschaft –wie im Polizeijargon genannt– schleicht auf der Suche nach geeigneter Drahtesel-Beute nicht nachts durch die Strassen, sondern spaziert dreist am helllichten Tag in Tiefgaragen. Die Opferschaft reicht vom gewöhnlichen Füdlibürger bis zum Stadtpräsidenten höchstpersönlich. So fragt Anders Stokholm in seiner Kolumne einer Gratiszeitung: «Wer fährt nun mein Velo?» Es sei aus seinem Velokeller entwendet worden, und auch die Paranoia schlägt beim Stadtpräsidenten um sich, wie Stokholm meint. «Seither gehen meine Familie und ich mit ganz anderen Augen durch die Stadt.» Wer fährt welches Velo? Welche Marke? Mit welcher Farbe? Fakt ist, nicht jeder ist in der Lage, das rotweisse Mountainbike des gross gewachsenen Stapi zu fahren. Der Täterschaft wünscht er zwar keinen Unfall, «einen Platten darf sie aber schon einfangen». Vielleicht erhält Stokholm als Konsument und Nutzer der Frauenfelder Facebook-Gruppe ja nebst vielen Büsimeldungen bald genauere Hinweise zum Standort seines gestohlenen Velos.

Auf dem Polizeiposten Frauenfeld ist in jüngster Zeit jedenfalls keine Zunahme von gestohlenen Velos bemerkbar, wie Polizeisprecher Daniel Meili auf Anfrage sagt. Im Jahr 2017 wurden der Kantonspolizei im ganzen Kanton insgesamt 822 Velos als vermisst gemeldet. Im Vorjahr waren es noch über 120 mehr. Es komme jedoch ab und zu vor, dass Velos aus nicht abgeschlossenen Gebäuden gestohlen werden. «Unser Rat an die Velobe-sitzer ist, die Velos wenn möglich in abgeschlossenen Räumen aufzubewahren und im Freien immer mit massiven Schlössern zu sichern», meint Meili. Und zur Hoffnung aller sagt er: «Manche Velos tauchen einige Zeit später wieder auf.» Beruhigend für paranoid werdende Opferschaften. Ob Füdlibürger oder Stapi, auf den Wunschzettel für Ostern gehört ein massives Veloschloss. Dass nämlich Velos auf Abwegen selbstständig den Weg zurück in den Velokeller finden, ist fraglich. Vielleicht postet ja bald jemand im Facebook: «Rotweisses Mountainbike gefunden!» (sko)

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