Selbermachen hat sich bewährt

Cornelia Komposch hält ihre erste 1.-August-Rede als Regierungsrätin in Eschenz. Mit Wetterglück und ernsten Worten.

Margrith Pfister-Kübler
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Regierungsrätin Cornelia Komposch steht am Rednerpult. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Regierungsrätin Cornelia Komposch steht am Rednerpult. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

ESCHENZ. «Anstatt auf Hilfe von oben zu warten, hat sich das Selbermachen bewährt», sagte Regierungsrätin Cornelia Komposch in ihrer Rede zum Nationalfeiertag, den Eschenz traditionsgemäss am 31. Juli feiert. Komposch setzte den Begriff Subsidiarität ins Zentrum ihrer Rede, die Verantwortlichkeiten der diversen politischen Ebenen. Im schweizerischen Föderalismus bedeutet Subsidiarität, so Komposch: «Nur was die kleinere Einheit nicht zu leisten vermag, übernimmt die grössere.»

Was die Geschichte lehrt

Sie liess Geschichte Revue passieren, vom Sonderbundskrieg bis heute. Was ist daraus gelernt worden? «Das Selbermachen hat sich historisch bewährt; tritt kein Erfolg ein, sucht man sich Hilfe bei seinen Nächsten, dann bei der Gemeinde, beim Kanton und so fort», sagte die Regierungsrätin und brachte Beispiele wie den Dorfladen Volg und die Raiffeisenbank.

Begriff nicht missbrauchen

«Subsidiarität schliesst Solidarität ein», sagte Cornelia Komposch und warnte gleichzeitig vor Missbrauch des Schlagwortes Subsidiarität bei Sozialabbau und für die Abwehr berechtigter Forderungen der Gemeinden an den Kanton oder der Kantone an den Bund: «Das kann nicht sein. Wir müssen auf der Hut sein.» Gemeindepräsident Claus Ullmann zeigte sich in seiner Kurzrede stolz, dass wir in einem friedlichen Land leben dürfen. Die Musikgesellschaft Eschenz, die Country Band Schneider goes und der Lampionumzug der Kinder umrahmten das Fest am See. Nicht dabei war Rennfahrer Sebastian Vettel.