SEEBACHTAL: Auf den Bühnen der Vorbilder

Die Popband Delirious Mob Crew hat den «Emergenza»-Bandcontest gewonnen. Jetzt freuen sich die fünf jungen Musiker auf das Finale in Deutschland, die Festivalsaison 2017 und ihre Zukunftspläne.

Désirée Wenger
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Die Band Delirious Mob Crew: Leander Siddiqui, Denis Zuppiger, Aaron Berliat, Jonathan Sachweh und Lea Zuppiger. (Bild: PD)

Die Band Delirious Mob Crew: Leander Siddiqui, Denis Zuppiger, Aaron Berliat, Jonathan Sachweh und Lea Zuppiger. (Bild: PD)

Désirée Wenger

desiree.wenger@thurgauerzeitung.ch

Ihre Einflüsse aus verschiedenen musikalischen Stilrichtungen der Musik sind zahlreich. Mit dieser Mischung und viel Energie gewann die Band Delirious Mob Crew im Juni das nationale Finale des weltweit grössten Bandcontests «Emergenza». Sänger Aaron Berliat, Bassistin Lea Zuppiger, die Gitarristen Denis Zuppiger und Jonathan Sachweh ­sowie Schlagzeuger Leander Siddiqui konnten die Jury im «Bierhübeli» in Bern überzeugen. ­Bevor es im August ans internationale Finale im deutschen Taubertal geht, freut sich die Band über den unerwarteten Erfolg und weitere Projekte im Jahr 2017.

Worauf freuen Sie sich am meisten beim internationalen «Emergenza»-Finale?

Jonathan Sachweh: Ich finde es toll, dass alle Spesen und Reisekosten übernommen werden. Ausserdem spielt eine meiner Lieblingsbands genau vor unserem Auftritt. Denis Zuppiger: Zudem kann man sich mit Bands aus aller Welt vergleichen, das ist einmalig. Da sind Leute aus Kanada, Südkorea oder Australien. Aaron Berliat: Ich freue mich riesig, dass wir auf der zweitgrössten Bühne des Festivals spielen. Da haben wir bestimmt genug Platz, um Vollgas zu geben.

Haben Sie Lampenfieber? Was tun Sie dagegen?

Aaron Berliat: Ich habe schon Lampenfieber. Dennis, Jonathan und Leander sind lockerer. Ich habe aber mehr Lampenfieber bei Contests wie «Emergenza» als bei normalen Auftritten. Dagegen aktiv tun kann ich leider nichts. Lea Zuppiger: Mir geht es in ­solchen Situationen ähnlich wie Aaron. Ich gehe dann mental schwierige Passagen durch und versuche mich damit abzulenken.

Welches war nebst dem Sieg beim «Emergenza»-Contest die bisher beste Erfahrung als Band?

Jonathan Sachweh: Definitiv das «Lumnezia»-Open-Air im Val Lumnezia im Kanton Graubünden letztes Jahr. Wir durften damals auf der Startrampe-Bühne spielen. Lea Zuppiger: Wir wussten bis fünf Minuten vor unserem Auftritt gar nicht, dass es sich um ­einen internen Wettbewerb ­handelt. Da fehlte uns die Zeit, nervös zu werden, und wir gewannen! Jonathan Sachweh: Als Preis dürfen wir jetzt dieses Jahr auf der Hauptbühne spielen. Es ist unglaublich, wir spielen auf derselben Bühne wie einige unserer Lieblingsbands, zum Beispiel Foals. Sie spielen am selben Tag wie wir. Ausserdem ist das Festival wunderschön, man spielt vor einer einmaligen Bergkulisse.

Wie fühlt es sich als einzige Frau an? Wünschen Sie sich mehr weibliche Unterstützung?

Lea Zuppiger: Nein, meistens finde ich das gar nicht schlimm. Ich freue mich aber immer, wenn die Freundinnen der Jungs bei Auftritten dabei sind. Dann gibt es genug weibliche Energie und Unterstützung für alle.

Was ist das Wichtigste als Band?

Aaron Berliat: Am wichtigsten ist, miteinander Zeit zu verbringen, nach unserem Bandmotto «Es darf auch Spass machen». Letztlich ist Musik unser Hobby. Denis Zuppiger: Wir nennen es «ein Hobby mit Ambitionen». Jonathan Sachweh: Auf jeden Fall wollen wir unserer Leidenschaft gemeinsam nachgehen.

Welche Ziele haben Sie für die Zukunft?

Sachweh: Wir planen eine EP, ein Minialbum mit vier Songs, herauszugeben, und wollen möglichst viele Konzerte spielen und Freude haben am Musikmachen. Denis Zuppiger: Wir witzeln über die Leute, die sich mit dem Erfolg zu Marionetten von Plattenfirmen machen lassen und nicht mehr ihre eigene Musik spielen. So wollen wir nicht enden. Jonathan Sachweh: Wir sind nicht abhängig von der Musik und machen unsere Ausbildungen weiter. In welche Richtung es auch geht, ob hobbymässig oder professionell, wir müssen unser Ding durchziehen können.

www. deliriousmobcrew.com.