Schwimmende Schaukel ist betriebssicher

Ingenieur Heinz Keller stand gestern wieder wegen seiner selbst gebauten, schwimmenden Hollywoodschaukel vor Gericht. Vor drei Jahren verurteilte ihn das Bezirksgericht Frauenfeld, weil er ohne Schiffsausweis und Haftpflicht ein Schiff mit Motor betrieben habe.

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Heinz Keller Freizeitkapitän einer schwimmenden Hollywoodschaukel (Bild: pd)

Heinz Keller Freizeitkapitän einer schwimmenden Hollywoodschaukel (Bild: pd)

Ingenieur Heinz Keller stand gestern wieder wegen seiner selbst gebauten, schwimmenden Hollywoodschaukel vor Gericht. Vor drei Jahren verurteilte ihn das Bezirksgericht Frauenfeld, weil er ohne Schiffsausweis und Haftpflicht ein Schiff mit Motor betrieben habe. Im Sommer 2012 zog die Schaffhauser Polizei Heinz Keller und sein originelles Gefährt nahe Hemishofen aus dem Rhein – obwohl er mit Schiffsausweis und ohne Motor unterwegs war. Die Patrouille befand sein Boot für nicht betriebssicher.

Weshalb standen Sie heute vor dem Kantonsgericht Schaffhausen?

Es ging um Betriebssicherheit und die Manövrierfähigkeit meines Katamarans.

Was kam heraus?

Ich wurde gerade freigesprochen. Mein Gefährt ist genügend betriebssicher und manövrierfähig. Das freut mich schon, denn mein Vertrauen in die Schweizer Justiz ist schon erschüttert.

Wie wurde die Manövrierfähigkeit bewiesen?

Es braucht nicht viel Geist, um das einzusehen. Davon abgesehen, habe ich mit meinem Gefährt das Sitter-Thur-Rennen vor etwa 30 Jahren überstanden.

Werden Sie dieses Jahr wieder mit Ihrer Schaukel auf dem Rhein unterwegs sein?

Meinen selbst gebauten Katamaran habe ich leider nicht mehr. Er ist jetzt in Deutschland in Hessen. Ich habe mir beim Nachbarn immer einen Transporter geliehen, um meinen Katamaran an den Rhein zu fahren. Doch das geht jetzt nicht mehr, mein Nachbar hat altershalber aufgegeben. Nun müsste ich mir einen entsprechenden Wagen mieten. Das ist mir zu aufwendig. Meine Aufgabe hat also nichts mit der Justiz zu tun. (end.)

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