Schwere Geburt in Syrien

ARBON. Die Frau des aus Arbon stammenden Jihadisten hat in Syrien unter äusserst schwierigen Umständen ein Kind geboren. Dies geht aus einem Interview hervor, das der Vater der Frau dem «Sonntags-Blick» gegeben hat.

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ARBON. Die Frau des aus Arbon stammenden Jihadisten hat in Syrien unter äusserst schwierigen Umständen ein Kind geboren. Dies geht aus einem Interview hervor, das der Vater der Frau dem «Sonntags-Blick» gegeben hat. Gemäss dem Interview wurde während der Geburt eine Operation durchgeführt, ohne dass die dafür notwendigen medizinischen Hilfsmittel vorhanden gewesen wären.

Der Schwiegervater des Jihadisten Onur bestätigt, dass seine Tochter zusammen mit Onurs Vater im Oktober nach Syrien gereist sei, um ihren Mann heimzuholen. Dieser Plan scheiterte aber. Ob seine Tochter gegen ihren Willen in Syrien festgehalten wird, darüber macht der Vater keine genauen Angaben.

Die Frau wuchs in Tübingen auf und konvertierte vor zwei Jahren zum Islam. Kurz darauf heiratete sie Onur, dessen Familie aus der Türkei stammt, aber seit über 30 Jahren in Arbon lebt. Die standesamtliche Trauung fand in Arbon statt, wo das Paar sich dann auch niederliess, bis Onur sich der syrischen Terror-Organisation Jabhat al-Nusra anschloss. (da)

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