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Schwarze Zahlen und roter Wein

Zuerst die Arbeit, also die Neunforner Rechnungsgemeinde, dann das Vergnügen in Form eines kleinen Fests zum 20-Jahr-Jubiläum der Politischen Gemeinde. Wobei den Stimmberechtigten am Freitagabend die Arbeit bei einem Überschuss von knapp 40 000 Franken leicht fiel.
Mathias Frei
Der Neunforner Gemeinderat in neuer Zusammensetzung bei einem Glas Jubiläumswein: Leo Krucker, Sven Bollinger, Urban Fenner, Stefan Birchler, Margrith Wigholm, Gemeindepräsident Benjamin Gentsch und der neugewählte Herbert Büttiker. (Bild: Mathias Frei)

Der Neunforner Gemeinderat in neuer Zusammensetzung bei einem Glas Jubiläumswein: Leo Krucker, Sven Bollinger, Urban Fenner, Stefan Birchler, Margrith Wigholm, Gemeindepräsident Benjamin Gentsch und der neugewählte Herbert Büttiker. (Bild: Mathias Frei)

NIEDERNEUNFORN. Zum sagenhaften 20. Mal schliesst die Politische Gemeinde Neunforn die Rechnung positiv ab. Passend zu diesem Jubiläum stand am Freitagabend nach der Rechnungsgemeinde auch noch ein kleines Fest zum 20jährigen Bestehen der Politischen Gemeinde auf dem Programm. Mit 113 Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern wurde es in der Halle von Heinrich Gentsch in Niederneunforn eng. Zum gemütlichen Ambiente trug auch der Neunforner Jubiläums-Cuvée bei, der nach der Versammlung erstmals kredenzt wurde. Die sechs Traubensorten für den Rotwein stammen von 26 Winzern der Neunforner Rebbergkorporation.

«Es sieht finanziell nicht mehr so rosig aus wie in den Vorjahren», eröffnete Gemeindepräsident Benjamin Gentsch der Versammlung. Bei einem Ertrag von 3,25 Millionen Franken schloss die Gemeinde das Rechnungsjahr 2015 mit einem kleinen Gewinn von knapp 40 000 Franken ab. Dieser lässt den Bilanzüberschuss auf fast 1,6 Millionen Franken steigen. Die Versammlung genehmigte die Zahlen.

Mehrausgaben im Sozialen

Noch in der Rechnung 2014 konnten 300 000 Franken zusätzlich abgeschrieben werden. Vergangenes Jahr waren es noch knapp 75 000 Franken. Mit diesen Abschreibungen sind die Tief- und die Hochbauten im Verwaltungsvermögen nun mit Null Franken in der Bilanz. Dieser Umstand entlaste die zukünftigen Rechnungsabschlüsse, erklärte Gemeindepräsident Gentsch. Einen Ausgabenanstieg verzeichnete Neunforn einerseits bei den Gesundheits- und Sozialkosten. Andererseits sank der Beitrag aus dem kantonalen Finanzausgleich ein weiteres Mal.

Bei seinem Rückblick über die vergangenen 20 Jahre stellte Gentsch – selber seit 1996 Neunforner Gemeindeammann respektive neu Gemeindepräsident – in vielen Bereichen höchst positive Entwicklungen für die Politische Gemeinde fest. Und er liess Zahlen sprechen: So wurde aus der Nettoschuld von 2000 Franken pro Einwohner innert zwei Dekaden ein Nettovermögen von 3000 Franken. Gleichzeitig sank der Gemeindesteuerfuss von 90 auf 46 Prozent. Das Eigenkapital respektive neu der Bilanzüberschuss stieg von einer schwarzen Null auf heute fast 1,6 Millionen Franken. Was er jedoch bedauere, sagte Gentsch, sei die stagnierende Entwicklung der Einwohnerzahl bei ungefähr 960 Personen. Dem zum Trotz: «Neunforn will seinen Einwohnern auch in Zukunft ein lebenswertes Umfeld bieten mit der entsprechenden Infrastruktur», sagte Gentsch. Und man werde darauf achten, dass die Gemeinde autonom bleibt. «Denn in kleinen Zweckverbünden können wir mehr bewirken, als wenn wir Teil einer Grossgemeinde wären.»

Journalist übernimmt Werke

An der Rechnungsgemeinde war zudem noch eine Ersatzwahl für den Gemeinderat traktandiert. Aufgrund beruflicher Mehrbelastungen war Janine Baumann nach nur einem Jahr per Ende Mai wieder zurückgetreten. Als einziger stellte sich der pensionierte Kulturjournalist Herbert Büttiker zur Wahl. Die Versammlung wählte den 64-Jährigen, der seit 22 Jahren in Niederneunforn wohnt, mit grossem Mehr in die Behörde. Er wird das derzeit freie Ressort Werke übernehmen.

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