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Schwarze Null ohne Delphine

Für das Connyland war die Saison 2014, die morgen zu Ende geht, eine schwierige. Zum ersten Mal musste der Freizeitpark ohne Delphine auskommen. Über 30 Jahre lang waren diese die Hauptattraktion in Lipperswil. Ein verregneter Sommer fehlte da gerade noch.
Christoph Fust
Seelöwen sind die neuen Stars im Connyland. Besucher sehen sie an fünf Shows pro Tag und können sogar mit ihnen frühstücken oder schwimmen. (Bild: Reto Martin)

Seelöwen sind die neuen Stars im Connyland. Besucher sehen sie an fünf Shows pro Tag und können sogar mit ihnen frühstücken oder schwimmen. (Bild: Reto Martin)

LIPPERSWIL. Wenn die Seelöwen mit Wasser spritzen, ist das lustig, wenn das Nass vom Himmel fällt, hält das die Besucher aber eher von einem Besuch im Connyland ab. Der Freizeitpark in Lipperswil litt unter dem schlechten Wetter des vergangenen Sommers. «Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen und haben trotz beträchtlichen Investitionen und schlechten Wetters eine schwarze Null geschrieben», sagt Geschäftsinhaber Roby Gasser.

Weit weg von Besucherrekord

Morgen ist der letzte Betriebstag für dieses Jahr. Selbst wenn die Sonne scheint, sei jetzt schon klar: «An einen Besucherrekord ist diese Saison nicht zu denken.» Zahlen wolle man für sich behalten, in Bedrängnis kam man aber nicht.

Erstmals fehlten dem Connyland dieses Jahr die Delphine als Publikumsmagnet (siehe Kasten). Roby Gasser ist überzeugt, dass dies nicht zu einem Besucherrückgang führte: «Dass diese Saison schwierig werden würde, wussten wir. Aber wir haben mit dem Ausbau unseres Angebots eine gute Basis für die Zukunft geschaffen.» Kein einziger Besucher habe sich negativ darüber geäussert, dass die Delphine fehlten.

Neue Publikumslieblinge

Die Seelöwen sind nun die Stars in Lipperswil. Aber gerade, weil die Wettersituation in der Schweiz immer instabiler sei, stütze man das Angebot auch auf überdachte Attraktionen ab. Der Indoor-Klettergarten «Jungle Adventure» zum Beispiel sei von Anfang an ein Erfolg gewesen und habe sich als Publikumsliebling entpuppt.

Bei der weltweit einzigartigen Seilbahn-Attraktion «Mammut-Tree» habe man zwar anfangs mit Kinderkrankheiten gekämpft, aber auch diese Bahn sei von den Besuchern auf grosses Interesse gestossen. «Unsere Gäste bestätigen uns, dass sie das Connyland wegen seines breiten Angebots besuchen. Das ist grossartig und entspricht genau unserer Strategie», sagt Gasser. Der «Mammut-Tree» wurde dieses Jahr vom Magazin «Kirmes & Park Revue» in die Liste der besten Familien-Attraktionen in Europa aufgenommen.

Konzerte als neues Standbein

Vermehrt setzt das Connyland auch auf Konzertveranstaltungen. Mit der Agentur Good News führe man ein Pilotprojekt durch. «Wir sollen den Gästen zeigen, dass es auch im Thurgau Platz für Konzerte hat», sagt Gasser. Er sehe allerdings, dass sich die Ostschweizer noch daran gewöhnen müssten. «Dass das eine gewisse Zeit brauchen würde, war von Anfang an klar.» Je nach Bestuhlung haben 400 bis 500 Besucher Platz pro Konzert.

Zum Saison-Ende morgen Sonntag tritt heute abend der Berner Mundartsänger Ritschi, bekannt geworden mit der Band Plüsch, im Connyland auf.

4D-Kino in Entwicklung

Hinter den Kulissen wird bereits an neuen Attraktionen gearbeitet. Verschiedene Projekte seien in der Pipeline, so Gasser. «Intensiv in Vorbereitung steckt die Eröffnung eines 4D-Kinos.»

Damit die Rechnung zukünftig aufgeht, dürfte das Wetter trotz Indoor-Attraktionen entscheidend sein. Bleibt zu hoffen, dass Roby Gasser nicht auf den Rat seines verstorbenen Vaters und Connyland-Gründer Conny Gasser angewiesen sein wird: «Behalte einen vollen Koffer auf der Seite, irgendwann wirst du ihn brauchen.»

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