Schutzbauten reparieren

STECKBORN. Steckborn will die Bauten instand stellen, die bei Hochwasser das Schlimmste verhüten.

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Hölzer des Geschiebefangs nahe der Liegenschaft Hess sind marode. (Bild: Gudrun Enders)

Hölzer des Geschiebefangs nahe der Liegenschaft Hess sind marode. (Bild: Gudrun Enders)

Die Balken sind morsch. Sie klingen hohl, in manchen haben sich sogar Ameisen eingenistet. Dabei sollen diese Balken bei einem Unwetter umgestürzte Bäume aufhalten, die von einem wild gewordenen Chesselbach, Feldbach oder Dorfbach mitgerissen wurden. Im Jahr 2000 kostete ein Unwetter in Steckborn einem Menschen das Leben, die ausser Kontrolle geratenen Bäche fluteten zudem Bernina und richteten Millionenschaden an.

Danach investierte das Städtchen Millionen in den Hochwasserschutz ihrer Bäche. Der Zustand dieser Bauten wurde bei einer Begehung im vergangenen Jahr überprüft. Dabei stellten die Fachleute fest, dass das verwendete Lärchenholz schneller verwittert ist als gedacht.

In den nächsten drei Jahren sollen die morschen Hölzer durch Stahlkonstruktionen ersetzt werden. Das Amt für Umwelt empfiehlt Eisenbahnschienen, die eingerammt oder einbetoniert werden – je nach Bauwerk. Die Sanierung kostet gesamthaft 120 000 Franken, verteilt über drei Jahre. Bis zu einem Viertel wird über Beiträge abgedeckt. Die Planauflage liegt noch bis zum 22. April im Gemeindehaus Steckborn auf. (end.)