Schulpräsident tritt zurück

Stand die Schulgemeindeversammlung der Primarschule Wilen im Zeichen von personellen Veränderungen in der Behörde, waren bei der Politischen Gemeinde die grossen Abweichungen vom Budget Thema.

Belinda Halter
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Schulbehördemitglied André Ruesch und Schulpräsident Martin Huber treten zurück. (Bild: bel.)

Schulbehördemitglied André Ruesch und Schulpräsident Martin Huber treten zurück. (Bild: bel.)

wilen. An der Schulgemeindeversammlung der Primarschule Wilen standen personelle Veränderungen in der Schulbehörde im Vordergrund. So wurde André Ruesch, der in der Primarschule für die Liegenschaften zuständig war, verabschiedet. Ruesch tritt auf das nächste Schuljahr nach 15 Jahren von der Schulbehörde zurück. Durch seine Tätigkeit in der Schulbehörde des Sekundarschulzentrums Ägelsee sei er immer ein Bindeglied zwischen den beiden Schulen gewesen, sagte Primarschulpräsident Martin Huber. Ruesch habe bei vielen Projekten entscheidend mitgeholfen. «Du hast aber nie vergessen, dass das Kind im Mittelpunkt steht», betonte der Schulpräsident.

Für den frei werdenden Sitz in der Schulbehörde stellte sich Roland Hofer zur Wahl. Der 42-Jährige gelernte Kaufmann arbeitet bei der Stadt Wil im Departement für Bildung und Sport. Seine berufliche Erfahrung einzubringen nennt er auch als Motivation für seine Kandidatur. Roland Hofer überzeugte die Schulbürger, und so fiel das Wahlergebnis klar aus. Hofer wurde mit 137 von 139 Stimmen gewählt, wobei zwei Wahlzettel leer eingingen.

Überraschend gab auch der Schulpräsident nach zehn Jahren im Amt seinen Rücktritt auf das Schuljahr 2011/2012 bekannt. Da die Arbeiten am Erweiterungsbau dann getätigt seien, sei der Zeitpunkt ideal, begründete Martin Huber seine Entscheidung.

Steuerfuss wird gesenkt

Die Jahresrechnung der Primarschule schloss bei einem Aufwand von 2,91 Millionen Franken und einem Ertrag von 2,99 Mio. mit einem Gewinn von 85 000 Franken. Im Budget 2011 ist ein Verlust von 254 000 Franken geplant. Dieser sei im wesentlichen auf die höheren Lohnkosten im Kindergarten zurückzuführen. Durch die Senkung des Steuerfusses von 71 auf 65 Prozent entstünden weitere grössere Mindereinnahmen. In der Investitionsrechnung stellte die Schulbehörde zwei Anträge. Der Antrag, für 25 000 Franken zwölf neue Laptops und einen Netzwerkserver anzuschaffen, wurde einstimmig genehmigt. Ausserdem beantragte die Schulbehörde, 298 000 Franken für Umbauarbeiten am Primarschulhaus zu investieren. Darin vorgesehen ist die Unterteilung von zwei Klassenzimmern und dem Hauswartsraum. Ausserdem soll das Lehrerzimmer umgebaut werden. «Das Lehrerzimmer ist in die Jahre gekommen, und mit unserem heutigen Personalbestand stösst es an die Grenzen seiner Kapazität», erklärte Martin Huber. Auch die Bedürfnisse hätten sich geändert. So ist nun der Einbau einer Küche geplant. Die Schulbürgerinnen und Schulbürger stimmten auch diesem Antrag zu.

Grosse Abweichung vom Budget

An der anschliessenden Gemeindeversammlung hatte Gemeindeammann Kurt Enderli die grossen Abweichungen vom Budget in der Investitionsrechnung zu erklären. An den drei Sanierungsprojekten der Rüteli-, Rain- und Freudenbergstrasse gab es bei letzterem anstatt der budgetierten 90 000 Franken einen Aufwand von 163 000 Franken. «Die Strassen sind in einer älteren Generation erstellt worden», erklärte Enderli. Deshalb hätten die Leitungsverläufe unter dem Boden in keiner Weise den Planungsgrundlagen entsprochen und hätten so Mehrkosten verursacht.

Für das Jahr 2011 budgetiert der Gemeinderat einen Gewinn von 164 000 Franken. Allein mit dem Verkauf des Landes «Langwies», von dem die Anstösser eine Parzelle erwerben können, sind schon Einnahmen von 438 000 Franken vorgesehen.

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