Schulleiter klar für HarmoS

Die Schulleiter des Kantons Thurgau kritisieren die HarmoS-Gegner, weil sie viele Halb- und Unwahrheiten verbreiten würden.

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romanshorn. Die Schulleiter des Kantons Thurgau haben sich an ihrer ordentlichen Generalversammlung vom letzten Freitag in Romanshorn mit dem HarmoS-Konkordat beschäftigt. Einstimmig wurde diesem zugestimmt.

Kritisiert wurden die Gegner der Vorlage, die mit unhaltbaren Behauptungen Stimmung machten. Verurteilt wurde die Kampagne mit Schlagworten wie «Verstaatlichung der Kinder», «Entmachtung des Thurgaus», «obligatorischer Sprachunterricht für Ausländerkinder», «Zwangseinschulung» sowie «flächendeckende Tagesstrukturen».

Die Schulleiter zeigten sich überzeugt, dass sich gemeinsame abgestimmte Bildungsstandards, Lehrpläne, koordinierter Schul- und Stufenübertritt positiv auf die Schule, die Kinder und ihre Eltern auswirken werden.

Gewichtiger Partner

Marco Rüegg vom Amt für Volksschule überbrachte die Grussworte von Regierungsrätin Monika Knill und würdigte bei dieser Gelegenheit in seinen Begrüssungsworten die Wichtigkeit der Arbeit der Schulleitungen. Er schaute auf die Einführung der geleiteten Schulen zurück, dankte den Schulleitern für ihre Arbeit und zeigte sich überzeugt, dass die nötigen Korrekturen in den Arbeitsbedingungen so rasch wie möglich angepackt würden.

Der Verband der Schulleiter mit seinen mittlerweile 120 Mitgliedern ist ein nicht mehr wegzudenkender, gewichtiger Partner für das Amt für Volksschule und Kindergarten geworden.

Grosse Verantwortung

Im Folgenden präsentierten Vertreter der Perspektive Oberthurgau das Projekt f&f, welches eine Früherkennung und Frühintervention bei schwierigen Schülersituationen als Ziel hat. Peter Hofmann von Schulrecht Schweiz konnte in seinem Kurzreferat zum Thema «Haftung von Schulleitungen» die These relativieren, wonach die Schulleiter mit einem Bein im Gefängnis stehen. Er zeigte jedoch die grosse Verantwortung der Schulleiter auf.

Schliesslich erhielten die Anwesenden einen Überblick über die neuen Dienstleistungen der Pädagogischen Hochschule Thurgau sowie über das Projekt «First Lego League».

Die statutarischen Geschäfte gaben zu keinen grossen Diskussionen Anlass – das Protokoll der letzten Generalversammlung, der Jahresbericht des Präsidenten sowie Rechnung und Budget wurden einstimmig angenommen.

Personelle Wechsel

Aus dem Vorstand wurden Barbara Vogel aus Bischofszell sowie Rolf Schönenberger aus Bürglen verabschiedet. Der Präsident verdankte ihre grosse Arbeit für den Aufbau des Schulleiterverbandes und überreichte ihnen unter grossem Applaus ein Präsent.

Neu werden Claudia Breitenmoser aus Münchwilen und Hansjörg Aeschbacher aus Weinfelden im Vorstand Einsitz nehmen. Als Vertreter der Primarstufe werden sie die spezifischen Probleme und Anliegen ihrer Stufe in die Vorstandsarbeit einbringen.

Schnelle Korrekturen

Im Zentrum der Vorstandsarbeit des kommenden Jahres wird die Verbesserung der Arbeitsbedingungen stehen, welche in einer breiten Studie im Oktober 2008 erfasst wurden.

Die Resultate werden im Dezember präsentiert. Der Vorstand der Schulleiter erwartet, dass die nötigen Anpassungen bereits im nächsten Kalenderjahr angepackt werden. (hb)

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