Schulleiter für Lehrplan 21

Die Thurgauer Schulleiter setzen sich für den Lehrplan 21 ein. Sie bereiten sich auf unangekündigte Schulbesuche vor und arbeiten mit Psychiatern zusammen.

Werner Lenzin
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Thomas Minder führt den Verband der Thurgauer Schulleiter. (Bild: Werner Lenzin)

Thomas Minder führt den Verband der Thurgauer Schulleiter. (Bild: Werner Lenzin)

WALLENWIL. «Die Mitglieder haben Vision, Leitbild und Strategie verabschiedet, und der Vorstand ist derzeit daran, die Umsetzung zu planen», teilte der neue Präsident des Verbandes Schulleiterinnen und Schulleiter Thurgau, Thomas Minder, seinen Kolleginnen und Kollegen in der Aula des Schulhauses Mettlen mit. Klar brachte er zum Ausdruck, dass sich die Schulleiter für den Lehrplan 21 engagieren und sich gegen die Verbreitung von Unwahrheiten einsetzen.

Regierungsrätin Monika Knill informierte darüber, dass die Umsetzung der Motion «Französisch auf der Sekundarstufe» mit der Inkraftsetzung des Lehrplans 21 im August 2017 vollzogen wird.

Vier Ambulatorien im Kanton

Ärztin Regula Hotz bezeichnete den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst (KJPD) als Ansprechpartner bei besonderen Bedürfnissen und Situationen bis hin zur Krise. In den vier Ambulatorien von Frauenfeld, Weinfelden, Münsterlingen und Romanshorn erfolgt die Anmeldung durch Familien, Amtsstellen und Gerichte. Wenn eine Lehrperson oder ein Schulleiter einer Familie eine Anmeldung beim KJPD empfehlen, erfolgt die Anmeldung über das Formular auf der Webseite. «In einer ersten Sprechstunde schaffen wir Vertrauen, geben Empfehlungen ab, planen weitere Diagnostik und Behandlungen, wobei die Entscheidung bei der Familie auf der Basis der Freiwilligkeit liegt», sagte Hotz.

Wiederkehrende Besuche

Laut Michael Schwendener ist Classroom Walkthrough ein Führungsinstrument für nachhaltige Unterrichtsentwicklung. Durch jährlich zehn bis fünfzehn kurze, immer wiederkehrende Unterrichtsbesuche von sieben bis zehn Minuten mit einem schriftlichen oder mündlichen Feedback innerhalb von 24 Stunden kann die Schulleitung Einblick in das Lehren und Lernen an der Schule nehmen. Die Besuche sind nicht angekündigt, das Schulzimmer wird ohne anzuklopfen betreten. Damit der Unterricht nicht gestört wird, gibt es keine Begrüssung und keine Verabschiedung. Die Schüler sind darüber informiert.

Die Versammlung folgte einstimmig dem Antrag des Vorstandes zur Erhöhung des Mitgliederbeitrages und wählte die Amriswilerin Heidi Scherrer neu in den Vorstand.