Schulleiter blicken auf ein politisches Jahr zurück

Werner Lenzin
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Bildung Mit Konrad Adenauers Zitat: «In der Politik geht es nicht darum, recht zu haben, sondern recht zu behalten», begrüsste Präsident Thomas Minder im Weinfelder Thurgauerhof zur Versammlung des Verbandes der Schulleiter Thurgau. Gleichzeitig übertrug er den Inhalt des Zitates auf das verflossene Verbandsjahr: «Es gelang uns klarzumachen, welche Konsequenzen ein Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21 hätte, und auch unser Bestreben, das Französisch auf der Primarschule zu behalten, war erfolgreich.»

Bei den beiden politischen Debatten gab es gemäss Minder Argumente der Gegner, die sie mit Recht ins Feld führten. «Nun sind wir in der Praxis gefordert, und es liegt an uns Schulverantwortlichen zu zeigen, dass die Bedenken gegenüber dem Lehrplan zerstreut und die Bedingungen für das Frühfranzösisch verbessert werden können – und wir ganz nach Adenauer – recht behalten», betonte Minder. Gute Rahmenbedingungen fordert der Präsident auch mit Blick auf den Französischunterricht. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Halbklassenunterricht: «Unser Vorstand hat sich dafür stark gemacht, dass der Kanton keine Vorschriften zum Halbklassenunterricht erlässt, und ob eine Klasse geteilt werden soll oder muss, hängt einerseits von der Klassengrösse und andererseits von der Klassenzusammensetzung ab.»

Ferner erfuhren die Schulleiterinnen und Schulleiter, dass der Vorstand sich in der Arbeitsgruppe Personalentwicklung engagiert hat, und im ersten Semester 17/18 der Bericht für die Weiterarbeit verabschiedet werden soll. Im zweiten Semester beginnt die Arbeit an Teilprojekten wie etwa der Erarbeitung einer Vision zur Rolle der Schulleitungen.

Werner Lenzin

thurgau@thurgauerzeitung.ch