Schulgemeinde grübelt über Schliessung von Anlagen

HERDERN. Die Schulstandorte der Primarschulgemeinde Herdern-Dettighofen sorgen am Mittwoch bei der Rechnungsgemeindeversammlung für Gesprächsstoff: Mindestens eine Schulanlage soll aus Kapazitätsgründen geschlossen werden: Der Raumbestand übertrifft den Raumbedarf.

Lisa Epper
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Marc Meile Präsident der Primarschulgemeinde Herdern-Dettighofen (Bild: Lisa Epper)

Marc Meile Präsident der Primarschulgemeinde Herdern-Dettighofen (Bild: Lisa Epper)

HERDERN. Die Schulstandorte der Primarschulgemeinde Herdern-Dettighofen sorgen am Mittwoch bei der Rechnungsgemeindeversammlung für Gesprächsstoff: Mindestens eine Schulanlage soll aus Kapazitätsgründen geschlossen werden: Der Raumbestand übertrifft den Raumbedarf. Weitere Gründe für eine Standortevaluation sind unter anderem anstehende Sanierungen und Erneuerungen, die Kosten von mehreren Millionen Franken verursachen würden. Deswegen wird die Zusammenlegung der drei Primarschulen auf einen oder zwei Standorte überprüft. Bisher wurde jeweils eine Schulanlage in Herdern, Dettighofen und Lanzenneunforn betrieben.

Wachsende Schülerzahlen

Die erste Phase der Standortevaluation ist abgeschlossen: Seit Mitte Februar verschaffte sich die Behörde einen Überblick über die momentane Lage, wie etwa Raumbestand, Schulwege oder Schülerzahlen.

Um nun bis Ende Jahr die passenden Schulanlagen zu ermitteln, wird die Primarschulgemeinde von der Zürcher Immobilienfirma Wüest & Partner beraten. So ziehen sie demographische Entwicklungen, eventuell mögliche Umzonungen oder den Bau geplanter Wohnanlagen in Herdern in Betracht. Zudem sollen die Schülerzahlen in Herdern, laut Primarschulpräsident Marc Meile, in den kommenden Jahren steigen. Er erwartet nicht, dass dabei die vorhandenen Kapazitäten der Schulanlage überschritten werden.

Ziel ist Einigung vor Jahresende

Die Primarschulbehörde Herdern-Dettighofen setzt sich nun erneut zusammen, um in den kommenden Wochen einen Schlussbericht über diese erste Phase des Projekts herauszugeben. Zusätzlich ist für vor den Sommerferien eine Infoveranstaltung für die Eltern geplant.

Ein Vater meldet sich zu Wort und will wissen, wo die Schulgemeinde Ende Jahr stehen wird. «Das dauert alles seine Zeit. Das Ziel ist, uns vor Jahresende auf eine geeignete Variante zu einigen», antwortet Meile.