Schulfinanzen sind gesund

BASADINGEN. Das Budget der Volksschulgemeinde Region Diessenhofen sieht eine rote Null vor. Die erfreuliche Situation der Schulgemeinde wird allerdings von einem Rechtsstreit getrübt.

Dieter Ritter
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Jörg Sorg Präsident Volksschulgemeinde Region Diessenhofen (Archivbild: Rudolf Steiner)

Jörg Sorg Präsident Volksschulgemeinde Region Diessenhofen (Archivbild: Rudolf Steiner)

Die Volksschulgemeinde von Diessenhofen will künftig 7,63 Millionen Franken investieren. Das sieht der Finanzplan bis zum Jahr 2021 vor – bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 98 Prozent. Doch inwieweit die Millionenbeträge tatsächlich für die Zentralisierung der Oberstufe eingesetzt werden, kann laut Behördenmitglied Hansruedi Stör noch nicht gesagt werden. Denn ein Rechtsstreit ist hängig. Es müsse der Entscheid des Kantons zu einem laufenden Rekurs abgewartet werden, erklärte Stör.

Der Kanton müsste dem Abbruch des Schulhauses Zentrum zustimmen, damit das Projekt Oberstufe im Sinne der Immobilienstrategie der Volksschulgemeinde realisiert werden könnte. Allerdings hatten die Stimmbürger bei einer Orientierungsversammlung vor zwei Jahren diese Strategie mit rund zwei Dritteln abgelehnt.

Eine Pattsituation

Die Stadt stellte vor zwei Jahren das Gebäude unter Denkmalschutz. Gegen diesen Beschluss wehrte sich die Volksschulgemeinde beim Kanton mit einem Rekurs. Der Kanton hat noch nicht entschieden. «Es ist schade, dass wir wegen Meinungsverschiedenheiten nicht vorwärts kommen», sagte Schulpräsident Jörg Sorg. «Wir müssten unsere Infrastruktur anpassen, denn die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt zu wachsen.»

Finanziell weich gebettet

An der Budgetversammlung im Schulhaus Basadingen genehmigten zudem die 61 Stimmbürger den Voranschlag. Das Budget basiert auf einem unveränderten Steuerfuss von 98 Prozent. Der wurde erst vor zwei Jahren gesenkt. Bis 2013 betrug er noch 101 Prozent. Behördenmitglied Hansruedi Stör orientierte über das Budget: «Wir sind eine gesunde Schule.» Die Volksschulgemeinde rechnet fürs kommende Jahr mit einem Verlust von 63 260 Franken. Das ist rund ein halbes Prozent des Gesamtaufwandes von 14,2 Millionen Franken. Der Personalaufwand beträgt rund 11 Millionen Franken.

Sorg orientierte über die Einführung des Lehrplans 21. Darin definiert die Erziehungsdirektorenkonferenz gemeinsame Lernziele für die Deutschschweizer Schulen. Jeder Kanton entscheidet selber über die Einführung. Für nächstes Frühjahr ist eine Vernehmlassung geplant. «Der Lehrplan 21 wird unseren Schulalltag wesentlich bestimmen», sagte Sorg.

Roland Dorer, Schulleiter Sekundarschule, orientierte über die Tischmesse der achten Klasse zur Berufswahl. Die Schüler besuchten die Berufsmessen in Weinfelden und Schaffhausen. Sie entscheiden danach, welchen Beruf sie selbst vorstellten.