Schulen senken den Steuerfuss

Die Ermatinger Stimmberechtigten sagen Ja zu Voranschlag und Steuersenkungen bei Sekundar- wie auch Primarschulgemeinde.

Barbara Hettich
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ERMATINGEN. Das Sekundarschulhaus in Ermatingen ist gut im Schuss. «Wir lösen und reparieren immer alles Anstehende», informierte Sekundarschulpräsident Kurt Hausammann an der Budgetversammlung am Mittwochabend. Dem Schulhaus sehe man seine 20 Jahre nicht an. Erst kürzlich habe man von oberster Stelle ein Lob bekommen, weil auch bei den Einrichtungen immer alles auf dem höchsten Stand sei. «Wir müssen deshalb nicht mit Überraschungen rechnen», sagte Hausammann und beantragte eine Steuerfusssenkung von 3 auf neu 27 Prozent.

Im Budget 2012 rechnet die Behörde mit einem kleinen Aufwandüberschuss von 2200 Franken. «Wenn es schlechter kommt, können wir einen Rückschlag auch aus dem Eigenkapital finanzieren», sagte Hausammann. Die anwesenden Stimmberechtigten (45 von 2550, Stimmbeteiligung 1,76 Prozent) genehmigten diskussionslos den Voranschlag.

Primarschule senkt um 5%

Auch bei der Primarschulgemeinde gab es Spielraum für eine Steuersenkung. Präsidentin Barbara Dössegger beantragte gar eine Steuerfusssenkung um 5 auf neu 45 Prozent, dies wurde von der Versammlung ebenfalls diskussionslos angenommen. Die Behörde rechnet mit mehr Steuereinnahmen und mit weniger Abgaben an den Kanton, dies infolge der Änderung des Beitragsgesetzes zum Finanzausgleich.

Kritik an Arbeitsvergabe

Barbara Dössegger informierte, dass der Schulerweiterungsbau abgeschlossen sei und die Abrechnung bis zur Rechnungsgemeinde vorliegen sollte. Bei den Kosten sei man auf Kurs. Aus der Versammlung wurde die Vergabe der Architekturarbeiten bemängelt: «Wenn man bei den Handwerkern bei der Arbeitsvergabe ausserkantonale Firmen mitbieten lässt, dann sollte man dies auch bei den Architekten tun.» Architekten sollte man auch nicht unter Heimatschutz stellen, forderte der Votant. Die Schulbehörde hatte für den Erweiterungsbau nur Architekturbüros aus der Gemeinde zum Ideenwettbewerb eingeladen und anschliessend dem Gewinner, dem Architekturbüro von Peter Dransfeld, die Bauleitung übertragen.