Schule verschenkt Waldparzelle

Die Bürgergemeinde Steckborn erhält von der Primarschule 7147 Quadratmeter Land. Die Schule hatte seit 1944 nie Verwendung dafür. Dank eines Gewinns von 107 415 Franken wird der Steuerfuss der Schule um 3 auf 54 Prozent gesenkt.

Caspar Hesse
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Abschied mit Geschenkkorb: Schulpräsident Pierre Léchot und Schulleiter Markus Rüegge. (Bilder: Caspar Hesse)

Abschied mit Geschenkkorb: Schulpräsident Pierre Léchot und Schulleiter Markus Rüegge. (Bilder: Caspar Hesse)

STECKBORN. Für Pierre Léchot war es nach zwölf Jahren die letzte Gemeindeversammlung der Primarschule Steckborn unter seiner Leitung. Und er kann zufrieden auf das Erreichte zurückschauen. Die offizielle Verabschiedung erfolgt am Schulschlussfest, doch Schulleiter Markus Rüegge hielt gleichwohl bereits am Dienstagabend im Singsaal des Hubschulhauses eine grosse Laudatio auf den bald Abtretenden.

«Wenn man ihn brauchte, war er vor Ort», lobte Rüegge den Primarschulpräsidenten. Bei seinem Amtsantritt hätten Schulden von 1 Million Franken bestanden, nun stehe die Schule gut da, bilanzierte der Schulleiter. Léchot dankte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und fand es schön, dass das Aufgegleiste umgesetzt werden konnte.

Unnötigen Besitz abstossen

Gemäss der Strategie, dass die Behörde nicht betriebsnotwendigen Besitz abstossen soll, beantragte die Schulbehörde, die Waldparzelle Härdli der Bürgergemeinde für einen symbolischen Preis von 1 Franken zu übertragen. Die Primarschulgemeinde war 1944 durch eine Güterzusammenlegung in den Besitz dieser rund 3 Aren Land gelangt, hatte aber vergeblich versucht, die Parzelle schulisch zu nutzen. Sie wirft keinen Ertrag ab, verlangt aber eine fachgerechte Pflege. «Die Bürgergemeinde als grosse Waldbesitzerin kann dies besser gewährleisten», sagte Léchot. Der Übertragung stimmten die 39 anwesenden Stimmberechtigten einstimmig zu.

Bausubstanz in Gefahr

Der Abnahme des Budgets 2013 stimmte die Versammlung einstimmig zu. Der Steuerfuss wird von 57 auf 54 Prozent gesenkt. Einem Aufwand von rund 4,2 Millionen Franken steht ein Ertrag von 4,3 Millionen Franken gegenüber, was einen geplanten Gewinn von leicht über 100 000 Franken abwerfen soll. Für 382 000 Franken sind Investitionen geplant.

Die Sanierung der Duschen in den Feldbachhallen sind dringend nötig, sagte Vizepräsident Franz Weibel, sonst droht eine Schädigung der Bausubstanz. Die Sanierung der Nasszellen ist mit 150 000 Franken veranschlagt, die Umgebungsgestaltung mit 85 000, die Holzschnitzelheizung mit 80 000 und die Heizungserneuerung im Kindergarten Zelgli mit 67 000 Franken.

Massiv höherer Gewinn

Der Abnahme der Jahresrechnung 2012, die mit einem Gewinn von 836 231 Franken schliesst, wurde mit einer Enthaltung zugestimmt. Einstimmig erfolgte die Zuweisung ins Konto «Vorfinanzierung Schulanlagen». Budgetiert waren 713 526 Franken weniger gewesen.

«Herzlichen Dank für unseren coolen Spielplatz» – vor diesem Banner sangen zu Beginn der Schulversammlung die «Power-Birds».

«Herzlichen Dank für unseren coolen Spielplatz» – vor diesem Banner sangen zu Beginn der Schulversammlung die «Power-Birds».

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