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SCHULE: Freifächer verschwinden

An der 23. Delegiertenversammlung der Sek I TG diskutierten die Delegierten Themen und suchten Lösungen.

Nach der Begrüssung durch den Konferenzpräsidenten Lukas Dischler informierte der Leiter des kantonalen Amtes für Volksschule, Beat Brüllmann, über wichtige Entscheide. So wird die Evaluation des neuen Ablaufes beim Stellwerk 8 um ein Jahr verschoben. So können alle Beteiligten involviert werden. Auch die Richtlinie zum Nachteilsausgleich für Schülerinnen und Schüler erfährt Verzögerungen. Sie soll aber vor den Sommerferien beendet sein.

Anne Varenne, Präsidentin von Bildung Thurgau, erläuterte politisch aktuelle Geschäfte. Die Gesetzesänderung der Verschiebung des Französischunterrichtes auf die Sekundarstufe I wird in den nächsten Wochen im Grossen Rat beraten. Die mögliche Abschaffung der Zusatzrente wird von der Pensionskassenkommission Mitte Juni geklärt.

In Kleingruppen diskutierten die Delegierten durch den Vorstand Sek I TG vorgeschlagene Themen. Bei der Weiterbildung an der Pädagogischen Hochschule Thurgau forderten die Lehrpersonen Kursleiter aus der Praxis. Diese seien aber nicht einfach zu finden. Intensiv diskutiert wurde der Abbau einer Englischlektion in der ersten Sekundarklasse. Nun geraten Schüler und Lehrpersonen zusätzlich unter Druck, da erwartet wird, dass dieselben Kompetenzen wie in den anderen Kantonen erreicht werden sollten. Weil ein Antrag um Wiedereinsetzung dieser Lektion vom Regierungsrat abgelehnt wurde, sollte nun mindestens der Unterrichtsstoff des Lehrplans reduziert werden. Auch der Abbau der Finanzierung von vier Lektionen im Pensenpool beschäftigt die Schulen weiterhin. Besonders kleine und finanzschwache Schulen müssen ihr Freifachangebot kürzen oder sogar Niveaus zusammenlegen.

Die Delegierten suchten auch nach Lösungen, um Klassenlehrpersonen zu entlasten. Beim Thema Elternarbeit berichteten verschiedene Personen von Modellen der Elternmitwirkung. Deutlich zeigte sich, dass die Schulleitung bei der Elternarbeit eine zentrale Funktion einnimmt. Eine andere Gruppe diskutierte das Image der Sekundarlehrpersonen. Sie suchten nach Lösungen, wie Lehrpersonen gesellschaftlich und politisch wieder vermehrt als Experten des Lernens wahrgenommen werden.

Die statutarischen Geschäfte wurden einstimmig verabschiedet und Monika Seger aus Amriswil als neues Vorstandsmitglied gewählt. (red)

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