Schule Erlen: Die Untersuchung gegen zwei Hauswarte dauert an

ERLEN. Schüler, Eltern und die Öffentlichkeit müssen sich weiter gedulden. Noch immer ist unklar, welche Vorwürfe gegen zwei Hauswarte der Schule Erlen erhoben werden. Gestern tagte der Krisenstab der Schule. Allerdings konnte dieser keine Neuigkeiten bekannt geben.

Inge Staub
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ERLEN. Schüler, Eltern und die Öffentlichkeit müssen sich weiter gedulden. Noch immer ist unklar, welche Vorwürfe gegen zwei Hauswarte der Schule Erlen erhoben werden. Gestern tagte der Krisenstab der Schule. Allerdings konnte dieser keine Neuigkeiten bekannt geben. «Es liegen noch keine Ergebnisse vor. Die Untersuchung dauert an», teilte Herbert Wyss am Abend mit. Wyss ist von der Schule als Krisenmanager engagiert worden.

Anonyme E-Mails

Zu Beginn des neuen Schuljahres hatte die Schulbehörde Erlen zwei ihrer Hauswarte freigestellt. Während der Sommerferien hat die Schule anonyme E-Mails erhalten, in denen gegen einen der beiden Hauswarte schwere Vorwürfe erhoben wurden. Zum Inhalt der Vorwürfe äusserte sich die Schule nicht. Auch zur Frage, weshalb noch ein weiterer Hauswart freigestellt worden ist, gab es keine Antwort. «Zu den Details kann ich mich aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht äussern», sagt Herbert Wyss.

Es muss sich um gravierende Verfehlungen handeln, denn die Schule hat gegen die beiden Hauswarte Strafanzeige eingereicht. Die Staatsanwaltschaft hat von der Strafanzeige Kenntnis. Entsprechende Ermittlungen sind im Gange. «Der Kreis der involvierten Personen wie auch die genauen Sachverhaltselemente sind nun Gegenstand der Ermittlungen», teilt Stefan Haffter, Mediensprecher der Thurgauer Staatsanwaltschaft, mit. Das Verfahren sei noch nicht abgeschlossen, und es gelte die Unschuldsvermutung.

Die Eltern sind über die Freistellung der Hauswarte in einem Elternbrief informiert worden. Der Elternrat wollte sich gegenüber unserer Zeitung nicht zu den Vorkommnissen äussern. Dessen Präsidentin Gabriela Fehr verweist auf Herbert Wyss.

Schnell reagiert

Wyss hebt hervor, dass die Schule sofort gehandelt habe. Das Vorgehen der Schulbehörde sei vorbildlich. Die Behörde habe die Sache nicht selbst untersucht, sondern sofort die Polizei und einen Krisenmanager hinzugezogen. Herbert Wyss, Sonderschullehrer und Notfallpsychologe, ist Leiter der Task – Force gegen Gewalt in der Schule im Kanton Thurgau.