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SCHULE: Der Wert von emotionalen Kompetenzen

Bildungsforscherin Margrit Stamm referiert an der Thementagung des Amtes für Volksschule und der Pädagogischen Hochschule Thurgau. Für sie sind emotionale Kompetenzen wichtige überfachliche Kompetenzen.
Bildungsforscherin Margrit Stamm. (Bild: PD/ Mario Gaccioli)

Bildungsforscherin Margrit Stamm. (Bild: PD/ Mario Gaccioli)

Beat Brüllmann, Amtschef, begrüsste in Berg gut 300 Thurgauer Lehrpersonen, Schulleitungs- und Behördenmitglieder zur jährlichen Thementagung des Amts für Volksschule und der Pädagogischen Hochschule Thurgau. Zur Diskussion stand die Rolle von überfachlichen Kompetenzen für den Schul- und Ausbildungserfolg, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Zu diesem Thema konnte mit Margrit Stamm eine international renommierte Bildungsforscherin gewonnen werden. Sie vertrat in ihrem Referat die These, der Hype um die Frühförderung führe dazu, dass überfachlichen Kompetenzen (zu) wenig Bedeutung beigemessen werde. Dabei seien diese nicht nur für eine erfolgreiche Lebensbewältigung zentral. Auch für den Schul- und Ausbildungserfolg schlagen sie Faktoren wie Schulnoten oder Intelligenz, wie sie anhand von Studien zeigen konnte.

Selbstmotivation und Zielorientierung

Im Lehrplan Volksschule Thurgau werden personale, soziale und methodische Kompetenzen unterschieden. Margrit Stamm betonte ergänzend die Bedeutung der emotionalen Kompetenzen. Darunter versteht sie überfachliche Kompetenzen wie Selbstmotivation, Zielorientierung und Strukturierung, Selbstkritik und Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz – und viel Übung! «Solche Kompetenzen sind Lebenskompetenzen. Wer diese bei Kindern ebenso fördert wie kognitive Fähigkeiten und gute Noten, macht ihnen ein grosses und langfristiges Geschenk», lautete ihr Fazit gemäss Medienmitteilung.

Anschliessend vertieften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Thema im Rahmen eines vielfältigen Workshop-Angebots aus unterschiedlichen Perspektiven und in verschiedenen Fachbereichen. Im Zentrum stand hierbei die Frage, wie im Unterricht die im neuen Lehrplan angestrebte Verknüpfung von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen gelingen kann.

Den kulturellen Schlusspunkt setzten Martina Hügi und Jan Rutishauser, die als Duo «laut & stark» das Thema in einem Slam-Poetry-Auftritt erfrischend und witzig kommentierten.

Die jährlichen Thementagungen werden abwechslungsweise vom Amt für Volksschule und von der Pädagogischen Hochschule organisiert, jedoch gemeinsam verantwortet. (red)

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