Schüler überqueren trotz Entenflöhe den Untersee

ERMATINGEN. 85 Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Ermatingen schwammen bei hohen Luft- und Wassertemperaturen über den Untersee.

Werner Lenzin
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Schulkinder aus Ermatingen springen in den warmen Untersee. (Bild: Werner Lenzin)

Schulkinder aus Ermatingen springen in den warmen Untersee. (Bild: Werner Lenzin)

Es brauchte für die 85 Sekundarschülerinnen und -schüler keine grosse Überwindung, um sich bei den hohen Lufttemperaturen und einer Wassertemperatur von 26 Grad Celsius in die Fluten des Untersees zu stürzen.

Das Lehrerteam der Sekundarschule Ermatingen nutzte diese idealen Bedingungen für die Durchführung einer Seeüberquerung. Für diese sportliche Ausdauerprüfung wählten die Verantwortlichen die Strecke zwischen der Ermatinger Stedi und der Badi Fährenhorn auf der Insel Reichenau. «Wir haben das Thema Sicherheit grossgeschrieben und die Windverhältnisse, den Schiffsverkehr und den Verkehr der Kursschiffe berücksichtigt», betonte das organisierende Lehrerteam. Begleitet wurden die 85 Schwimmerinnen und Schwimmer von zehn Begleitbooten, und mit dabei war auch die Thurgauer Seepolizei. Speziell war aber die Begleitung durch René und Martin Bommeli in ihrem restaurierten Segischiff «Kathry». Die Bilanz kann sich sehen lassen, es wurde eine Gesamtdistanz von über 100 Kilometern geschwommen. Die Teilnehmer kämpften auch gegen Wasserflöhe. Die hohen Wassertemperaturen des Bodensees sind auch für die Larven von Entenparasiten ideal. Die Parasiten verursachten bei einigen Teilnehmern stark juckende Hautentzündungen, die allerdings harmlos sind und ohne spezielle Behandlung innert 10 bis 20 Tagen heilen.