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Schüler spinnen Theaternetze

Am Freitag sind mit einem Abschlussabend in der St. Galler Lokremise die ersten Schultheatertage Ostschweiz zu Ende gegangen. 23 Schulklassen hatten ein Stück zum Thema «Netz» erarbeitet.
Claudia Schmid
Die Spinnen verscheuchen und ihr Netz selber nutzen: Schulkinder aus Kesswil auf der Theaterbühne der Lokremise St. Gallen. (Bild: Michel Canonica)

Die Spinnen verscheuchen und ihr Netz selber nutzen: Schulkinder aus Kesswil auf der Theaterbühne der Lokremise St. Gallen. (Bild: Michel Canonica)

ST. GALLEN. Das Projektteam mit Petra Cambrosio, Romy Forlin, Mario Franchi und Kristin Ludin bezeichnet die ersten Schultheatertage Ostschweiz als grossen Erfolg. 470 Kinder und Jugendliche aus den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen und Thurgau hätten sich mit Feuereifer an die Aufgabe gemacht, ein Theaterstück zum Thema «Netz» zu entwickeln. Aus 1000 Ideen seien schliesslich 23 ganz unterschiedliche Aufführungen entstanden.

Verborgene Talente

Der St. Galler Regierungsrat Stefan Kölliker, Vorsteher des Bildungsdepartements, lobte die Schultheatertage als Projekt, das verborgene Talente sichtbar gemacht habe. Das Spiel auf der Bühne brauche Mut, fördere den Ausdruck und begünstige den Gemeinschaftssinn. Erst das Zusammenspiel treibe die Entwicklung jedes Einzelnen gewinnbringend voran.

Der Regierungsrat gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Schultheatertage Ostschweiz nicht zum letztenmal stattgefunden haben. Theater stelle immer den Menschen in den Mittelpunkt. Es bewege sowohl die Protagonistinnen und Protagonisten auf der Bühne als auch das Publikum. «Ein Theaterstück darf zudem auch Lücken haben, die durch die Phantasie der Zuschauerinnen und Zuschauer gefüllt werden können», sagte Stefan Kölliker.

Freude am Spiel

Die Schultheatertage sind ein gemeinsames Projekt des Theaters St. Gallen, des Theaters Bilitz Weinfelden und des Alten Kino Mels. Die angemeldeten 23 Klassen erarbeiteten gemeinsam mit ihren Lehrpersonen und professionellen Theaterschaffenden ein selbst entwickeltes Stück und präsentierten es den anderen auf einer Bühne in St. Gallen, Weinfelden oder Mels.

Bewertet wurden die Darbietungen bewusst nicht. Es gehe vielmehr darum, die Freude der Schulkinder am Schauspiel zu fördern, erklärte Mario Franchi in der Lokremise. «Die drei Klassen, die ihr Stück am öffentlichen Abschlussabend aufführen dürfen, stehen deshalb stellvertretend für die Vielfalt und Kreativität aller entstandenen Produktionen.»

Von Spinnen und Smartphones

Als erstes präsentierten 22 Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Primarklasse von Mariella Brändle aus Kesswil ihr schauspielerisches Können. Grosse schwarze Spinnen krabbelten über die Bühne der Lokremise, um ein riesiges Netz zu spinnen und darin bunte Schmetterlinge zu fangen. Schliesslich wurden die Spinnen durch Kinder verscheucht, die viele Ideen entwickelten, was man mit dem Spinnennetz alles bewerkstelligen kann.

Die vierte Klasse von Laura Wermuth aus Wil nahm das Thema neue Medien auf. Nachdem die Kinder zunächst mit ihren Smartphones und Laptops beschäftigt sind, suchen sie nach Verwendungen von Netzen und bauen ein eigenes Netzwerk auf. Die 13 Schülerinnen und Schüler von Sarina Lendi aus der Oberstufe Goldach erzählten die Geschichte von den Bewohnern dreier Wohnungen, die isoliert voneinander leben. Dank ihres Pöstlers schaffen sie es, ein Beziehungsnetz zu knüpfen.

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