Schon wieder ein neuer Parkettboden

SIRNACH. Bis zum 15. August muss der neue Parkettboden im Dreitannensaal Sirnach fertig sein. Bei den Verantwortlichen freut man sich über den unerwartet schnellen und günstigen Baufortschritt.

Mario Testa
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Der neue Parkettboden aus brasilianischem Tiger-Holz wird diese Tage im Dreitannen-Saal verlegt. (Bild: Mario Testa)

Der neue Parkettboden aus brasilianischem Tiger-Holz wird diese Tage im Dreitannen-Saal verlegt. (Bild: Mario Testa)

Sirnach. Der Beton ist trocken, die neue Heizung im Boden und die ersten Quadratmeter Parkett verlegt. Es lässt sich unterdessen gut erahnen, wie die neue Lauffläche im Dreitannensaal aussehen wird, wenn sie in spätestens einer Wochen fertig verlegt ist. «Schöner, als ich es mir vorgestellt habe», so der Eindruck von Werner Ott, Liegenschaftenverwalter der Gemeinde Sirnach.

Den warmen, leicht rötlich-dunklen Ton verdankt der Parkettboden dem Holz von brasilianischen Muiracoatiara-Bäumen, besser bekannt als Tiger-Holz. «Das Holz ist FSC-zertifiziert, das ist uns ganz wichtig», sagt Ott und schwärmt von dessen Eigenschaften: «Es ist sehr hart und widerstandsfähig. Auch Absätze von Stöckelschuhen können ihm nichts anhaben. Das war beim alten Eichenparkett ganz anders.»

Neuer Boden nach nur 13 Jahren

Das Eichenparkett wurde erst 1998 neu im Dreitannensaal verlegt mit einer prognostizierten Nutzungsdauer von 40 Jahren. Im Rahmen eines ordentlichen Unterhalts hätte der Saal vergangenes Jahr abgeschliffen und versiegelt werden sollen. Daraus wurde jedoch nichts, weil sich zeigte, dass sich das Riemenparkett teilweise vom schadhaften Unterboden gelöst hatte und durch das Abschleifen nur noch mehr kaputtgegangen wäre. Also beschloss die Gemeinde, in das Budget 2011 einen Posten von 74 250 Franken für den Ersatz des Bodens aufzunehmen.

Kaum hatten die Sommerferien begonnen, ging es los mit den Arbeiten. Das alte Eichenparkett wurde Anfang Juli herausgerissen, anschliessend der betonierte Unterboden und die Bodenheizung. «Das war eine staubige und schweisstreibende Arbeit, trotz des Kleinbaggers, den wir im Saal zur Verfügung hatten», erinnert sich Ott, der selber mit anpackte. «Wir waren zu dritt von der Gemeinde, zwei Männer von der Kirchgemeinde und drei Personen des Zentrums Ranunkel in Aadorf.»

Knappen Zeitplan eingehalten

Nachdem der alte Boden draussen war, wurde als erstes die neue Bodenheizung verlegt. Diese ist nun doppelt so dicht gewunden wie zuvor, in der Hoffnung auf weniger Zugluft im Saal. «Im Winter wissen wir dann, wie gut die Verbesserungen bei der Beheizung wirklich ausfallen, es sollte aber merklich besser werden.» Dann kam der neue Unterboden in Form von knapp sieben Zentimeter Flüssigbeton.

Dieser konnte fast drei Wochen lang austrocknen, und nach dem Nationalfeiertag ging es los mit den Parkettarbeiten. «Wir sind absolut auf Kurs», freut sich Werner Ott. «Einzig die neue Hebebühne wird erst Ende August zur Verfügung stehen.» Im Zuge der Bodenarbeiten wurde im Dreitannensaal auch eine neue Hörgeräteschlaufe installiert, Besucher mit Hörgeräten werden nun überall guten Empfang von der Tonanlage haben. Und auch an den Orchestergraben für die Operette wurde gedacht. Aussparungen für die Trennwände zum Orchester sind schon im Boden eingelassen.

Mit Blick auf die Kosten sagt Werner Ott: «Die 74 250 für die Bodenarbeiten reichen. Hinzu kommen noch etwa 20 000 Franken für die neue Hebebühne, die Hörgeräteschlaufe sowie die neuen Kästen unter der Bühne, die alle nicht budgetiert waren.»

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