Schon fünf Millionen Liter Heizöl eingespart

DUSSNANG. Die Fernwärme ist in Dussnang angekommen. Dank des Anschlusses an das Netz der Hebbag ist das Dorf nun in der Lage, CO2-neutrale Wärme zu beziehen. Dies trägt zur CO2-Reduktion bei und bringt den Kanton Thurgau einen Schritt weiter in Richtung Umsetzung der Energiestrategie 2050.

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DUSSNANG. Die Fernwärme ist in Dussnang angekommen. Dank des Anschlusses an das Netz der Hebbag ist das Dorf nun in der Lage, CO2-neutrale Wärme zu beziehen. Dies trägt zur CO2-Reduktion bei und bringt den Kanton Thurgau einen Schritt weiter in Richtung Umsetzung der Energiestrategie 2050. Die Heizzentrale der Hebbag in Bichelsee-Balterswil ist eine Pionieranlage. Sie erzeugt aus Holz umweltfreundliche Wärme und Strom und liefert das ganze Jahr über konstant elektrische Energie. Das Holz, das als Brennstoff eingesetzt wird, stammt direkt von der benachbarten Sägerei Brühwiler AG oder den umliegenden Wäldern. Die wöchentlich eingesparte Heizölmenge entspricht der Füllung eines Tanklastwagens. Seit Inbetriebnahme der Hebbag im September konnte bereits eine Lastwagenkolonne von drei Kilometern Länge eingespart werden, also über fünf Millionen Liter Heizöl.

Über ein Jahr Verzögerung

Der Ausbau lief nicht ganz reibungslos. «Bauprojekte bergen immer Überraschungen», sagt Jolanda Eichenberger, CEO der EKT-Gruppe, zu der die Hebbag gehört. In diesem Fall waren es nicht nur bauliche, sondern auch technische Herausforderungen, welche die Bauarbeiten um über ein Jahr verzögerten. So waren zum Teil die Pläne ungenau oder schadhafte Rohre mussten ausgegraben und ersetzt werden. Die Geduld der Bevölkerung wurde teilweise arg strapaziert. Immer wieder mussten sie Strassensperrungen und Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Die Geduld soll sich nun aber auszahlen. Das Interesse an der Fernwärme ist ungebrochen. Laufend werden neue Kunden angeschlossen. Ein weiterer Netzausbau ist zwar vorerst nicht vorgesehen, doch die Hebbag kann im bestehenden Netz bereits erste Anschlüsse realisieren, die über die ursprüngliche Planung hinausgehen. Eichenberger freut sich: «Die Hebbag ist für uns ein Pilotprojekt und somit eine wichtige Erfahrung, aus der wir gelernt haben.» (red.)