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Schönste Wiese ist in Fischingen

WEINFELDEN. Das Tannzapfenland hat die beste: Daniel Dünner aus Fischingen pflegt die artenreichste Blumenwiese und gewann damit den ersten Preis bei der Thurgauer Wiesenmeisterschaft.
Ruth Bossert
Die Gewinner: Franz Frey aus Herdern, Vera Dünner mit Tochter und Martin Schleiss aus Stettfurt. (Bild: Ruth Bossert)

Die Gewinner: Franz Frey aus Herdern, Vera Dünner mit Tochter und Martin Schleiss aus Stettfurt. (Bild: Ruth Bossert)

«Wir wollen die Landwirte wertschätzen, die sich für artenreiche Wiesen engagieren», sagte Toni Kappeler, Präsident Pro Natura Thurgau, gestern an der Preisverleihung der Thurgauer Wiesenmeisterschaft, die in der Bauernhof-Arena der Wega stattfand und von der ehemaligen Apfelkönigin und Politikerin Kathrin Erni moderiert wurde. Er erachte das Projekt, bei dem die Landwirtschaft und der Naturschutz am selben Strick ziehen, als äusserst gelungen und freue sich, dass es dabei nur Gewinner zu vermelden gebe: «Landwirte schaffen sich mit diesen wertvollen Ökoflächen die Anerkennung für ihre Arbeit zugunsten der Natur, der Naturschutz gewinne durch die Artenvielfalt und nicht zuletzt erhalten alle Thurgauer und Thurgauerinnen und der Tourismus die hübschen Farbtupfer in der Landschaft als Geschenk.»

Es sei nicht selbstverständlich, dass sich 44 Landwirte für den Wettbewerb angemeldet haben, «deshalb soll mir niemand sagen, den Bauern gehe es immer nur ums Geld». Es sei eine Freude gewesen, zusammen mit den Landwirten durch die Wiesen zu gehen und die artenreiche Flora zu jurieren, sagte er weiter.

Wie lang noch extensiv?

Auch Markus Hausammann, Präsident des Verbands Thurgauer Landwirtschaft, lobte die Zusammenarbeit der gemeinsamen Naturschutzkommission der Verbände Thurgauer Landwirtschaft, Pro Natura, Jagd Thurgau und dem Thurgauer Vogelschutz, die die Wiesenmeisterschaft organisierte. Es sei wichtig, dass mit natürlichen Ressourcen nachhaltig umgegangen werde. Trotzdem frage er sich, wie lange es sich die Schweiz noch leiste, immer mehr Flächen extensiv zu bewirtschaften. «Deshalb hat mir der Wettbewerb, der darauf basierte, die vorhandenen Ökoflächen zu verbessern, statt sie weiter auszudehnen, sehr gefallen.»

Valentin Fässler aus Hohentannen besuchte die Preisverleihung, weil er von seiner Tochter Angelika für den Wettbewerb angemeldet wurde. Er glaubt nicht, dass er zu den Gewinnern zählt, trotzdem habe er «eifach Fröid» an Blumen und verschenke hin und wieder fein riechende Sträusse, die er selber pflücke und arrangiere.

Lebendig und gesund

Philipp Taxböck von Pro Natura schilderte in seiner Laudatio, dass sein Jurorenteam im hintersten Tannzapfenland bei Daniel Dünner eine grossartige Artenvielfalt entdeckt habe und dass nicht nur die ursprünglich gewachsene Blumenwiese an einem sonnigen Hang eine Augenweide war, sondern auch die Weiden und Wiesen rundum. Als ihm Daniel Dünner dann so nebenbei auch noch die angrenzende Feuchtwiese gezeigt habe, sei ihnen der Entscheid dann ziemlich leicht gefallen.

Auch Patrik Peyer und Hans Stark schilderten ihre Eindrücke als Fachjuroren und lobten den Reichtum an wertvollen Pflanzen auf den Thurgauer Wiesen. Da sich Daniel Dünner im Ausland befindet, wurde der Preis von seiner Tochter Vera entgegengenommen. Sie erklärte, dass sich ihr Vater seit 30 Jahren für die Artenvielfalt bemühe und sie durch die schonende Bewirtschaftung und die Aufbereitung von Mist und Gülle erhalte und fördere. Die Artenvielfalt erachte er als ein zuverlässiger Anzeiger von Qualität und Gesundheit. «Vom lebendigen Boden kommen gesunde Lebensmittel und diese bringen Lebensglück», pflege er immer zu sagen, sagte Vera Dünner weiter.

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