Schöne Bescherung in Mammern

MAMMERN. Seit Freitag funktionieren in Mammern nicht mehr alle Telefonleitungen. Die Betroffenen beklagen sich über die zögerliche Information der Swisscom. Die Techniker suchen Meter für Meter nach der kaputten Stelle.

Margrith Pfister-Kübler
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Servicemonteur Markus Oehler sucht nach dem Defekt in der Leitung. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Servicemonteur Markus Oehler sucht nach dem Defekt in der Leitung. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

«Die Spezialisten sind vor Ort, um den Schaden genau eingrenzen zu können», sagte Christian Neuhaus, Mediensprecher der Swisscom AG, gestern. Denn seit Freitag ist Mammern telefonisch nur noch bedingt erreichbar. Seitdem hört Marcel Gassmann von der Tankstelle und dem Kiosk Mammern auf seinem privaten Anschluss nur noch Rauschen. Die Tankstellen-Kunden können auch nicht mehr mit der Kreditkarte tanken.

Da hat Gassmann beim Störungsdienst der Swisscom angerufen und sie informiert. «Wer zahlt mir meinen Verdienstausfall?», fragte Gassmann und wurde vertröstet. Am Wochenende würden die Technik-Monteure nicht ausrücken, hiess es. «Wir von der Feuerwehr müssen auch immer parat sein», wettert der Tankwart. Am Montag rief er wieder bei der Swisscom an. Freundlich wurde ihm gesagt, es sei keine Störung gemeldet worden. Es sei lediglich eine Information bei der Swisscom eingegangen. «Eine Mitteilung zur rechten Zeit wäre schön gewesen», klagt Chefärztin Annemarie Fleisch Marx von der Klinik Schloss Mammern. Die Klinik selbst ist nicht betroffen, aber die Personalhäuser, das Privathaus und das Architekturbüro von Achim Marx Fleisch. Sie habe x-mal den Störungsdienst angerufen, sagt die Chefärztin. «Keine Rückmeldung. Es ist unglaublich. Wenn wir in der Medizin eine solche Haltung hätten, mein Gott.»

Friedwald-Unternehmer Ueli Sauter sagt: «Die lassen einen tagelang hängen.» Neben Privaten beklagen sich auch die Betreiber vom Restaurant Hecht, von Engels Früchtehof und der Bäckerei Weber. Inzwischen wurden die Anschlüsse auf Natels umgeleitet.

Ursache der Störung ist Wasser, das in die Leitungen eingedrungen ist. «Wir müssen Meter um Meter nach Schwachstellen absuchen», sagt der Techniker Markus Oehler. Zwischen Mammern und Eschenz hebt er mit seinem Team Gräben aus, um an die Leitungen zu kommen. Ab wann alle Anschlüsse wieder funktionieren, ist noch nicht bekannt.