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Schneller über die Voralpen

Die Schweizerische Südostbahn hat bei der Firma Stadler elf neue «Flirt»-Züge für den Voralpen-Express bestellt. Sie verfügen wie bisher über ein «Minibistro» und werden neu mit einem Familienabteil ausgestattet.
Larissa Flammer

HERISAU. Das heutige Rollmaterial der Schweizerischen Südostbahn (SOB) erreicht sein Lebensende. Einige Kompositionen sind bereits seit 40 Jahren im Einsatz. Deshalb sollen ab dem Fahrplanwechsel 2019/2020 auf der Strecke St. Gallen–Luzern neue Fahrzeuge unterwegs sein. Elf «Flirt» (Flinker Leichter Innovativer Regional Triebzug) sind bei der Firma Stadler bestellt. Gestern haben die Verantwortlichen beider Parteien in Herisau den Vertrag unterschrieben. Bei den elf Fahrzeugen handelt es sich um sechs achtteilige und fünf vierteilige Züge für insgesamt 170 Millionen Franken. Die kürzeren Kompositionen mit je 198 Plätzen werden vor allem auf der Strecke St. Gallen–Rapperswil als Unterstützung unterwegs sein. Die achtteiligen Züge verfügen über 361 Plätze.

Kinderwagen, Velos und Skier

Die neuen Züge müssen erst noch entwickelt und gebaut werden. Erst im Mai hat die Firma Stadler den Zuschlag für den Auftrag erhalten. Sie hat als einzige ein Angebot auf die internationale Ausschreibung vom vergangenen September eingereicht. Peter Spuhler, CEO von Stadler Rail, freut sich über den Auftrag: «Für uns schliesst sich ein Kreis. In den 90er-Jahren konnten wir die bestehenden Fahrzeuge modernisieren, jetzt dürfen wir die Flotte ersetzen.»

Die Farben der neuen Züge stehen noch nicht fest, dafür ist die Ausstattung bereits festgelegt: Die Einstiege der Fahrzeuge werden alle stufenfrei sein, die Züge sind mit Panoramafenstern, Klimaanlage, Toiletten, Abfallbehältern und Steckdosen bei allen Sitzplätzen, Bildschirmen mit Echtzeitinformationen sowie einer Videoüberwachung im Innenraum ausgestattet. Zusätzlich verfügen die achtteiligen Züge über einen Familienbereich, der mit Glasscheiben abgetrennt ist und der direkt bei den Sitzplätzen Stauraum für Kinderwagen bietet. Spielgeräte sind nicht geplant. Dafür steht im nahen WC ein Wickeltisch zur Verfügung. Fahrräder und Skier können in den Multifunktionsräumen abgestellt werden.

Zwei Kundenumfragen der Südostbahn haben gezeigt, dass eine Verpflegungsmöglichkeit in den Zügen gewünscht ist. Zwei «Minibistros» pro Zug werden dem Rechnung tragen. Die Passagieren können sich an einem Heissgetränkeautomat und einem Kaltgetränkeautomat mit diversen Snacks bedienen.

Touristen und Pendler

SOB-Geschäftsleitungsmitglied Heinrich Güttinger beschreibt die Strecke, auf der die Voralpen-Express-Züge unterwegs sind, als sehr speziell. Vor allem die Verbindung zwischen St. Gallen und Rapperswil werde von Pendlern und Touristen gleichermassen benutzt. «In den vergangenen Jahren sind wir auf dieser Strecke gewaltig gewachsen», sagt er. Zudem sei es die offizielle Zubringerstrecke der Ostschweiz zur neu eröffneten Neat. Mit diesem Aspekt werde die Südostbahn ab 2017 zusätzlich werben. Die Vertragsunterzeichnung für die neuen Züge bezeichnet Verwaltungsratspräsident Hans Altherr als einen «Riesenschritt für die SOB».

Vier Minuten schneller

Mit den neuen «Flirt» wird es auf der Strecke zwischen St. Gallen und Rapperswil deutlich mehr Sitzplätze geben, dafür zwischen Rapperswil und Luzern etwas weniger. «Das entspricht dem Passagieraufkommen», heisst es bei der SOB. Dank der Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern wird sich die Fahrzeit zwischen St. Gallen und Rapperswil um vier Minuten verkürzen. Ab Mitte 2019 werden die ersten neuen Züge in Betrieb sein. Auf den Fahrplanwechsel hin soll dann die komplette Flotte störungsfrei eingesetzt werden können.

Noch ist die Farbgebung der neuen Züge für den Voralpen-Express nicht klar – die Bilder zeigen ein mögliches Design. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Klasse werden Panoramafenster eingebaut. Zudem stehen ein Heiss- und ein Kaltgetränkeautomat zur Verfügung. (Bild: Visualisierungen: pd)

Noch ist die Farbgebung der neuen Züge für den Voralpen-Express nicht klar – die Bilder zeigen ein mögliches Design. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Klasse werden Panoramafenster eingebaut. Zudem stehen ein Heiss- und ein Kaltgetränkeautomat zur Verfügung. (Bild: Visualisierungen: pd)

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