Schnelle Fasern fürs Dorf

STETTFURT. Die Gemeinde Stettfurt baut mit der Leucom Frauenfeld und der Swisscom ein Glasfasernetz. Die Stimmbürger bewilligen einen Rahmenkredit von 1,1 Millionen Franken.

Stefan Hilzinger
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Stimmenzähler Markus Sager zählt die Stimmberechtigten aus. (Bild: Stefan Hilzinger)

Stimmenzähler Markus Sager zählt die Stimmberechtigten aus. (Bild: Stefan Hilzinger)

2016 startet der Ausbau, 2019 sollen dann im ganzen Dorf die Kupferkabel durch Glasfasern ersetzt sein. Der Stettfurter Gemeinderat präsentierte an der Rechnungsgemeinde am Donnerstagabend den 76 Stimmbürgern ein Projekt für den Umbau des Kabelnetzes auf Fiberglas. Wie Gachnang holt sich Stettfurt die Partner Leucom (Stafag) aus Frauenfeld und die Swisscom ins Boot.

Ein Dreiergespann investiert

Der Umbau des gemeindeeigenen Kabelnetzes kostet total 2,6 Millionen, davon will Partner Swisscom rund die Hälfte übernehmen. Sie bekommt dafür eine der vier geplanten Fasern zur Nutzung. Örtlicher Partner und Eigentümer des Netzes ist die einfache Gesellschaft namens «stettfurt.net» von Gemeinde und Leucom. Stettfurt.net leistet 1,1 Millionen Franken an Investitionen (Rahmenkredit). Die Hälfte davon wiederum trägt die Leucom. Nach Abzug weiterer Beiträge (Anschlussgebühren etc.) sollten der Gemeinde netto 330 000 Franken verbleiben. Die Versammlung gab nach einiger Diskussion einstimmig ihren Segen. Gemeindeammann Thomas Gamper ist froh, bei diesem «bedarfsorientierten Ausbau» Swisscom als Partner zu haben. Andernfalls hätte Swisscom womöglich ein Parallelnetz erstellt.

Geld für Sonnenberg-Sanierung

Die Jahresrechnung 2014 schliesst Stettfurt mit einem Überschuss von 131 000 Franken, dies bei einem Totalaufwand von 5,4 Millionen Franken. Das Budget 2014 hatte noch mit einem Rückschlag von 43 000 Franken gerechnet. Vom Überschuss werden 100 000 Franken einer Vorfinanzierung zugewiesen. Die Summe legt die Gemeinde beiseite für den nach Natur- und Heimatschutzgesetz zu leistenden Beitrag an die Sanierung von Schloss Sonnenberg. Auf dem Spezialkonto sind nun 200 000 Franken. Die Gemeinde rechnet mit sicher 250 000 Franken, die früher oder später fällig werden. Der Rechnung und der Gewinnverwendung stimmte die Gemeindeversammlung diskussionslos und einstimmig zu.

Über eine Beteiligung der Gemeinde an einer neuen Turnhalle hatte die Versammlung nicht mehr zu befinden, nachdem die Schulbürger den Kredit an der Urne abgelehnt hatten.

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