Schnelle Beine und heisse Köpfe

FRAUENFELD. Auf die Plätze, fertig, los! Dieser Startbefehl war am vergangenen Samstag oft in der Frauenfelder Altstadt zu hören. Trotz brütender Hitze erschienen mehr als tausend Laufbegeisterte am 36. Frauenfelder Stadtlauf – vom Kleinkind bis zum Senior.

Viola Stäheli
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Das Feld der Schülerinnen und Schüler huscht kurz nach dem Start auf dem Mätteli vorbei. (Bild: Stefan Hilzinger)

Das Feld der Schülerinnen und Schüler huscht kurz nach dem Start auf dem Mätteli vorbei. (Bild: Stefan Hilzinger)

Viele begeisterte Gesichter erwarteten einen, wenn man sich am Samstag trotz rund 30 Grad in die Stadt gewagt hat. Knapp vor 16 Uhr wimmelt es an der Freien Strasse von energiegeladenen Kindern und deren Eltern. Und schliesslich ist es dann so weit: Das Warten hat ein Ende und Jüngsten rennen los. Die einen rennen wie aus der Pistole geschossen, andere lächeln lieber dem Publikum zu oder lassen sich gar von ihrem Begleiter tragen. Somit hat der 36. Frauenfelder Stadtlauf begonnen.

Footballer an vorderster Front

Ein besonderer Blickfang sind in diesem Jahr die Mitglieder des American Football Clubs Warriors aus Winterthur. Sie starten an erster Front vor den Läufern aller Kategorien und sorgen so für Stimmung und einen reibungslosen Start. Bei den Schülern mussten sich die Football-spieler besonders beeilen: Die 11-und 10-Jährigen überholten die Warriors nach wenigen Metern und liessen erstaunte Gesichter zurück.

Schnell muss es am Stadtlauf aber nicht immer sein. So sind auch Nordic Walker vertreten oder Bobbycar-Fahrer. Und beim Mätteli, an dem sich der Hauptstart und das Ziel befinden, gibt es auch die Möglichkeit, sich im Steinstossen zu üben oder sich im Softeis-Essen zu messen. Für Kinder, die nach dem Lauf noch nicht genug haben, steht dazu eine Hüpfburg bereit.

Startschuss von Marcel Hug

Um 18 Uhr gilt es aber wieder ernst. Die Erwachsenen aller Kategorien starten und beenden mit ihrem Lauf den diesjährigen Frauenfelder Stadtlauf. Das Aufwärmen übernimmt ein örtliches Fitnessstudio, das zuvor schon den Läufern der anderen Kategorien eingeheizt hat. Den Startschuss gibt es von Marcel Hug. Der Rollstuhlsportler tritt am Frauenfelder Stadtlauf als Ehrenstarter auf.

Der Besuch Marcel Hugs war aber nicht die einzige Überraschung für die Läufer: Auf ihrer Strecke warteten Perkussionisten der Jugendmusikschule Frauenfeld und feuerten die Sportler mit ihren Trommeln an. In der Vorstadt, etwa auf Höhe des Restaurants Anker, führt die Laufstrecke wiederum mitten durch eine kleine Festwirtschaft. Auch hier feuerte das Publikum die Läuferinnen und Läufer nach Kräften an.

Zufriedenes OK

Der Frauenfelder Stadtlauf ist in diesem Jahr nach der Ära Brunner von einem neuen Organisationskomitee unter der Co-Leitung von Nicole und Philipp Lohri durchgeführt worden. «Wir zeigen uns sehr zufrieden mit der ganzen Durchführung», teilt das OK am Samstagabend mit. Der Lauf sei mit mehr als 1000 Läufern bei bestem Wetter unfallfrei über die Bühne gegangen. Die motivierten Helferinnen und Helfer hätten für einen reibungslosen Ablauf gesorgt.

Vorjahressieger gewinnt erneut

Der Tagessieger bei den Männern hiess wie im letzten Jahr Fabe Downs. Der schnelle Mann vom LC Brühl gewann in 23:11.8 (vier Runden, 7,2 Kilometer). Bei den Frauen hatte Marlis Göldi aus Bütschwil die Nase vorn. Sie legte die drei Runden (5,4 Kilometer) in 21:32.2 Minuten zurück.

Vollständige Rangliste unter www.frauenfelder-stadtlauf.ch