Schneebar geht in die Grube

Die Durchführung der Schneebar-Partyreihe in Hörhausen zwischen Weihnachten und Neujahr ist gesichert. Ein neuer Verein übernimmt die Organisation. Was auch ändert, ist der Standort: Gefeiert wird nun in der Deponie Aspi.

Salome Preiswerk Guhl
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Auf dem neuen Festplatz in der Deponie Aspi: Die initiativen Mitglieder des neuen Schneebar-Veranstaltervereins. (Bild: Salome Preiswerk Guhl)

Auf dem neuen Festplatz in der Deponie Aspi: Die initiativen Mitglieder des neuen Schneebar-Veranstaltervereins. (Bild: Salome Preiswerk Guhl)

HÖRHAUSEN. Zwischen Weihnachten und Neujahr war Hörhausen in den vergangenen Jahren jeweils der Party-Hotspot der Region. Während zwölf Jahren betrieben die Spitzbuben – ein elfköpfiger Männerclub – die Schneebar. So lockten sie allabendlich um die tausend Partygäste aus nah und fern auf den Seerücken.

Vergangenen Dezember jedoch liessen die Spitzbuben verlauten, dass sie auf dem Höhepunkt ihrer Festivitäten aufhören und eine Nachfolge-Veranstalterschaft gesucht werde. Diese ist nun gefunden: «Der neugegründete Verein <Schneebar Hörhausen> übernimmt Konzept sowie teils Material und führt so die Schneebar-Tradition weiter», erklärt Philipp Frei, der Präsident des noch jungen Vereins.

Junges Blut im Verein

Frei konnte sieben seiner Kollegen dazu motivieren, «damit über die Weihnachtsfeiertage im Dorf weiterhin etwas läuft». Zum Team zählen Stefan Hug, Fabian Leibacher, Janis Lüthi, Damian Maier, Ueli Notz, Severin Schäfli sowie Samuel Schneider, alle zwischen 20 und 30 Jahre alt. Für jeden von ihnen ist die Schneebar nichts Neues, standen sie doch alle seit Jahren als Helfer im Einsatz. Die Spitzbuben stehen zudem weiterhin beratend zur Seite. Schliesslich ist der Bruder des Präsidenten einer der alten Spitzbuben.

Da der Platz beim Freihof ausgangs Hörhausen nicht mehr zur Verfügung steht, musste ein neuer Standort gesucht werden. «Thomas Imhof von der TIT-Inertstoff-Deponie im Aspi zwischen Hörhausen und Hörstetten ist uns sehr entgegengekommen», sagt Philipp Frei und freut sich über den neuen Festplatz, der in Sachen Lärmimmissionen die Anwohner weniger stören dürfte.

Inertstoffe sind in der Hauptsache nichtverwertbare mineralische Bauabfälle und industrielle Abfälle mit Inertstoff-Qualität. Inerte Bauabfälle bestehen zu 95 Prozent aus Stein oder gesteinsähnlichen Bestandteilen wie Beton, Asbestzement, Ziegel oder auch Glas.

Shuttlebus in Abklärung

Derzeit seien sie daran, die Abwasserfrage zu lösen und die Stromversorgung auf dem Gelände zu planen, erklärt der Vereinspräsident. Zudem wird abgeklärt, ob zukünftig ein Shuttlebus-Dienst die Partygäste aus den umliegenden Dörfern bequem zum Festgelände chauffieren wird. «Auch die Politische Gemeinde Homburg und zahlreiche Sponsoren unterstützen uns in unserem Vorhaben», sagt Philipp Frei.

Und die Daten für die nächste und erste Schneebar unter neuer Leitung stehen auch schon fest: Die Partyreihe findet vom 26. Dezember bis 1. Januar statt. Philipp Frei freut sich über die Zusage der mittlerweile international bekannten Seerugge-Feger aus Hörhausen, die am Montag, 28. Dezember, im Zelt der Schneebar spielen werden. Auch die Band Voodoo Child hat bereits zugesagt. Ein Schlager- respektive Oldie-Abend gehört ebenfalls zum Programm. «Es ist uns bewusst, dass uns eine strenge Neujahrswoche bevorsteht. Aber wir freuen uns, die Tradition der Schneebar weiterzuführen, und hoffen weiterhin auf viele Besucher», sagt Präsident Philipp Frei.

Mehr Informationen zur Schneebar und dem genauen Programm findet man demnächst unter www.schneebar-hörhausen.ch