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SCHLATTINGEN: Gegenpol zum Schulalltag

Der Schriftsteller Daniel Badraun hat den dritten Band seiner Krimireihe veröffentlicht. «Krähenyeti» spielt im Engadin, aber auch in Indien und Nepal.
Therese Schurter
Daniel Badraun mit seinem neuen Buch. (Bild: Therese Schurter)

Daniel Badraun mit seinem neuen Buch. (Bild: Therese Schurter)

Therese Schurter

unterseerhein

@thurgauerzeitung.ch

Claudio Mettler: So heisst der Protagonist der Krimireihe des Schriftstellers Daniel Badraun. Mettler ist ein sympathischer Verlierer, seine Abenteuer sind eher irreal und skurril. Es soll eine leichte Lektüre sein, immer augenzwinkernd, keine schwere Kost mit Gewalt und Rücksichtslosigkeit, die schlaflose Nächte bereitet. Daniel Badraun strebt mit dieser Serie im Gmeiner-Verlag keine Weltveränderung an. Sein Ziel ist erreicht, wenn über die humorvollen Dialoge gelacht werden kann und das Lesen zum Entspannen beiträgt.

«Es ist immer schön und eine grosse Freude, so ein Buch frisch ab Druck in der Hand zu halten», sagt der Schriftsteller, fügt jedoch nachdenklich hinzu: «Es ist aber auch immer ein schwieriger Moment. Eine Leere und Ungewissheit, was nun als nächstes kommt.» Schreiben bedeutet für Badraun Entspannung, Eintauchen in eine andere Welt. Trotz rotem Faden, den er als Idee im Kopf hat, nimmt er sich die Freiheit und entscheidet sich spontan für Ereignisse, die sich aus der Situation heraus ergeben und in den Ablauf passen.

Schreiben während der fünfstündigen Zugfahrten

Rund alle drei Wochen fährt Badraun ins Engadin, besucht seine 90-jährige Mutter und erledigt für sie den anfallenden Schreibkram. «Ich sehe die fünfstündige Zugfahrt dorthin als ideale Auszeit, um zu schreiben», sagt er und lacht. Darüber hinaus sei das Schreiben für ihn etwas äusserst Beruhigendes, ein Gegenpol zu seinem Alltag als Lehrer.

Wie bereits der erste und der zweite Band der Krimireihe – «Hundsvieh» und «Muschelgaul» – trägt auch «Krähenyeti» einen Doppelnamen als Titel. Neben dem Engadin lässt der Autor seinen Protagonisten dieses Mal auch nach Indien und Nepal reisen. Daniel Badraun ist seit seiner sechsmonatigen Reise als junger Mann nie mehr in diesen Ländern gewesen, doch dank seines guten Gedächtnisses für Landschaften sowie Orte und mit Hilfe seiner Tagebücher gelingt ihm die Beschreibung der Landschaften und Gerüche. Die Stimmungen am Fluss Ganges und in den engen Gässchen von Varanasi lassen den Leser eintauchen in diese fremde Kultur.

Der vierte Band soll 2019 erscheinen

Als junger Mann wäre Badrauns Wunsch gewesen, ausschliesslich zu schreiben, doch im Gegensatz zu heute fehlte damals die Nachfrage. Nun warten die Verlage bereits auf seine nächsten Würfe. Der vierte Band dieser Krimireihe wird wahrscheinlich 2019 erscheinen. Zwar bezeichnet Badraun seine Arbeitsweise als speditiv, doch der Prozess zwischen Idee und Druck benötige manches E-Mail, bis er sich mit dem Lektor auf die abschliessende Fassung geeinigt habe. Im Moment stehen jedoch andere Projekte im Vordergrund. Der begeisterte Radfahrer und Wanderer will sich die Zeit nehmen und die Idee zum nächsten Buch reifen lassen.

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