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Schlagabtausch zu Motocross-WM geht weiter

Gachnang Die Gegner geben nicht klein bei. Die Umweltverbände Pro Natura Thurgau, WWF und VCS Sektion Thurgau wehren sich mit der Rückendeckung von Anwohnern gegen die dritte Durchführung von Motocross-WM-Rennen auf der Anlage «Schweizer Zucker» in Niederwil. Am vergangenen Freitag machten die Organisatoren des Motocross-Grand-Prix of Switzerland (MXGP) publik, dass sie Unterschriften für eine Petition sammeln, um die Behörden von einer erneuten Veranstaltungsbewilligung zu überzeugen. Aktuell liegt das Gesuch für die allfälligen Rennen vom Wochenende des 18. und 19. August beim kantonalen Departement für Justiz und Sicherheit, das in den kommenden Tagen und Wochen eine Entscheidung fällen dürfte.

Nun verleihen die MXGP-Gegner ihren Argumenten Nachdruck. Bestimmungen juristischer und raumplanerischer Art müssten eingehalten werden. Beim MXGP müsse «endlich ein korrektes vom Bund vorgeschriebenes Baubewilligungsverfahren für provisorische Bauten in einer Landwirtschaftszone mit Fruchtfolgefläche durchgeführt» werden. «Und politische Instanzen dürfen sich nicht über rechtsstaatliche Prinzipien hinwegsetzen, sondern alle Leute gleichbehandeln», teilt die federführende VCS Sektion Thurgau mit. Es könne nicht sein, dass einerseits Erdbewegungen mit schweren Baumaschinen von 600 Lastwagenladungen und Tribünenbauten für 30000 Zuschauer einfach so möglich sind, und anderseits Landwirte Baugesuche für Hochbeete oder Plastiktunnels einholen müssen.

Verweis auf deutliches Ja zur Kulturland-Initiative

Für die Gegner ist es nicht entscheidend, wie viele Unterschriften die Befürworter sammeln. «Abgas- und Staubwolken, Benzindämpfe, Lärm durch aufheulende Motoren von 6.30 bis nach 23 Uhr schädigen die Gesundheit der Anwohner in den angrenzenden Quartieren», heisst es weiter. Der VCS verweist auf die «überwältigende Mehrheit», die einem «besseren Kulturlandschutz» zugestimmt hat. «Wollen wir durch zusätzliche MXGP-Rennen für kurzfristige Vergnügen unsere zur Neige gehende Ressourcen verschwenden und unsere Anstrengungen torpedieren, das Anheizen der Klimaerwärmung zu stoppen?», schliesst die Mitteilung. (sko)

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