Schiffsbetriebe einigen sich

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Dicke Luft herrschte diesen Sommer auf dem Bodensee. Denn die Schweizerische Bodensee Schifffahrt (SBS) weitete ihre Verbindungen aus und brachte neu Passagiere von Konstanz auf die Insel Mainau. Das war den Deutschen Bodensee-Schiffsbetrieben (BSB) ein Dorn im Auge, hatte sie diese Linie ja zuvor allein bedient. Kurzerhand verlangte die BSB von den SBS eine Gebühr von 480 Euro für jedes Schiff, das im Konstanzer Hafen anlegen wollte. Zudem verzichtete die Deutsche Schiffsgesellschaft darauf, die Schweizer Kurse zur Insel Mainau in ihren Häfen bekannt zu geben.

Inzwischen konnten sich die beiden Unternehmen aber einigen. «Wir haben uns zusammen an einen Tisch gesetzt, und beide Seiten haben ihre Sicht der Dinge dargelegt», sagt SBS-Oberkapitän Erich Hefti. «Jetzt ist alles wieder bestens.» Auf beiden Seiten sind nun die Tickets beider Gesellschaften gültig. Weiterhin fahren die Schweizer Schiffe von Konstanz zur Insel Mainau. Sie werden dort auch ausgerufen und bezahlen keine Anlegegebühr mehr. «Dass wir die Insel weiterhin bedienen können, ist uns wichtig», sagt er. «Schliesslich wollen wir unsere Gäste gerne auf die schöne deutsche Seite bringen.»

Kanton gab den Anstoss

Dass der Streit beigelegt werden konnte, ist ein Stück weit auch dem Kanton Thurgau zu verdanken. «Regierungsrat Walter Schönholzer und ich haben die beiden Unternehmen bei einer Sitzung im Sommer dazu aufgefordert, in der Sache nochmals über die Bücher zu gehen», sagt Werner Müller, Leiter Öffentlicher Verkehr und Tourismus beim Kanton. «Denn diese Differenzen waren schlecht für das Image der Betriebe und natürlich für den Tourismus. Ich glaube, das haben beide Unternehmen auch eingesehen.» (mre)