Schifffahrt startet am Karfreitag

Zum Saisonstart hat die Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein das Rechnungsergebnis 2012 vorgelegt: Es weist einen kleinen Gewinn aus.

Margrith Pfister-Kübler
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Verwaltungsratspräsident Walter Sommer, Direktor Walter Herrmann und Geschäftsleiter Thomas Rist. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Verwaltungsratspräsident Walter Sommer, Direktor Walter Herrmann und Geschäftsleiter Thomas Rist. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

SCHAFFHAUSEN. Der Pegelstand passt gerade noch, die Minustemperaturen tun es nicht wirklich. Drei URh-Kursschiffe sind startklar und herausgeputzt. Am Karfreitag ist Saisonstart der Schweizerischen Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh). «Die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein ist voll im Schwung», sagte URh-Verwaltungsratspräsident Walter Sommer an der gestrigen Medienorientierung auf dem Schiff «Stein am Rhein».

Die Aussichten inspirierten wärmend: Gute Zahlen rundum, und 2015 winkt das grosse Jubiläum: 150 Jahre Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein. Stolz zeigten sich Verwaltungsratspräsident Walter Sommer, Direktor Walter Herrmann und Geschäftsführer Thomas Rist auf die Leistungen des Personals in der Werft in Langwiesen, wo derzeit die «Schaffhausen» den letzten Feinschliff bekommt. Ab 17. April ist sie auf dem Wasser. 5500 Arbeitsstunden sind über den Winter geleistet worden, wurde gelobt und der Tag der offenen Tür, initiiert vom Personal, gerühmt.

«Wir können investieren»

Mit dem Rechnungsergebnis 2012, das bei höheren Verkehrserträgen, bei stabilen Personal- und Sachkosten und höheren Abschreibungen einen Gewinn von 73 000 Franken ausweist, ist Sommer zufrieden. Der Cashflow erhöhte sich von 304 000 auf 694 000 Franken. «Mit diesem Cashflow können wir fast die Sanierung der MS Schaffhausen finanzieren», sagt Herrmann. Für die Renovation der «Schaffhausen» sind bis jetzt 240 000 Franken aufgelaufen. Das Motorschiff «Arenenberg» steht auf der Sanierungsliste mit rund einer Million Franken. «Wir müssen investieren, und wir sind auch in der Lage zu investieren», sagt Sommer.

Nebengeschäft gewinnt an Fahrt

Erträge aus Charterfahrten konnten 2012 auf 298 000 Franken (2011: 272 000; 2010: 200 000) gesteigert werden. Die Personalkosten lagen mit 2,949 Millionen tiefer als 2011 (3,072 Mio.). Dank höherer Frequenzen stiegen die Verkehrseinnahmen; sie betragen 4,528 Millionen und liegen 260 000 Franken oder 6,1 Prozent über dem Vorjahr (4,248 Mio.).

Auch das neue Marketingkonzept zeigt Schokoladenseiten. Neben der Kursschifffahrt gewinnt das Nebengeschäft mit Sonder- und Charterfahrten an Kraft. Und wie immer spielen das Wetter und der Wasserstand mit, die unberechenbaren Faktoren. Die Fahrgäste kommen zu zwei Dritteln aus der Schweiz. Das ausländische Drittel stammt mehrheitlich aus Deutschland. Mit dem Eurokurs habe es sich auch eingependelt, sagte Rist: «Wir haben uns auf 1.20 Franken festgelegt, und das wird akzeptiert.»

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