Scheuende Pferde und ein Bewusstloser

AMRISWIL. Vergangenen Donnerstag ist bei der sogenannten Landbreite bei Amriswil ein sehr bedauerlicher Unglücksfall vorgekommen.

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AMRISWIL. Vergangenen Donnerstag ist bei der sogenannten Landbreite bei Amriswil ein sehr bedauerlicher Unglücksfall vorgekommen.

Der im 49. Altersjahre stehende Landwirt Hermann Schümperli in Neumühle bei Amriswil, Sohn des ehemaligen Gemeindeammanns von Amriswil, war abends um 5 Uhr mit Jaucheführen vermittelst eines sogenannten untengehenden Güllenwagens beschäftigt. Kaum 100 Meter von seinem Heimwesen entfernt musste er auf der Strasse Neumühle-Landbreite an einem auf der Strasse stillstehenden Automobil vorbeifahren.

Der sehr vorsichtige Fuhrmann hielt die Pferde, die etwas unruhig waren, am Zügel, während er das Leitseil am Wagen anhängte. Gut vorbeigekommen, liess er die Zügel wieder los und griff nach dem Leitseil. In diesem Momente scheuten die Pferde doch noch; Schümperli kam, wohl indem er an einem Stein anstiess, zu Fall. Der Hinterwagen, auf dessen Achsen bei dieser Wagenart die ganze Last ruht, ging ihm über den rechten Oberarm weg, der an zwei Stellen gebrochen wurde.

Der Verunglückte musste nach Münsterlingen verbracht werden, wo Hoffnung bestehen soll, dem allgemein geachteten Manne den Arm erhalten zu können.

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MATZINGEN. Am Freitagabend um 7 Uhr fanden Passanten auf der Strasse Matzingen–Altholz, etwa 100 Meter von Matzingen entfernt, einen gut gekleideten Mann in bewusstlosem Zustand liegend. Sofort wurde derselbe in das nächste Haus getragen und der Arzt benachrichtigt. Dieser konstatierte einen Hirnschlag, welcher die Lähmung der rechten Seite zur Folge gehabt hatte.

Der Mann heisst August Bernhard Fischer, Geometer von Detmold-Lippe, geboren 1889, wohnhaft in Zürich, ledig, evangelisch. Er trug nebst einer Aufenthaltsbewilligung, ausgestellt vom Schriftenkontrollbureau des Kreis Zürich 1, auch noch 900 Franken, grösstenteils in Banknoten auf sich. Er wurde am Samstagmorgen mit dem Krankenwagen nach dem Spital in Frauenfeld überführt.

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HAUPTWIL. Auf der Strecke Sulgen–Gossau sind Zugsentgleisungen keine Seltenheit. Gestern, Karfreitag, entgleiste auf der Station Hauptwil die Lokomotive des um 2 Uhr dort fälligen Personenzuges 3774 von St. Gallen nach Sulgen. Und schon der nächstfolgende Personenzug 3777 von Sulgen nach Gossau entgleiste wieder zwischen Kradolf und Sitterthal auf offener Strecke. Beide Unfälle sind glücklicherweise ohne Personenverletzungen, oder anderen nennenswerten Materialschaden abgelaufen; dagegen entstanden natürlich Verspätungen und Anschlussverfehlungen in Sulgen sowie auch in Gossau.

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