Scheitingen: «Die Überbauung erfüllt die Vorgaben der Regelbauweise»

34 Einsprachen sind gegen den «Gestaltungsplan Scheitingen» eingereicht worden. Nun hat der Stadtrat ihn überarbeitet und wieder zur öffentlichen Auflage freigegeben.

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STECKBORN. Während der Auflagefrist vom «Gestaltungsplan Scheitingen» seien insgesamt 34 Einsprachen eingereicht worden, meldet der Steckborner Stadtrat in der Medienmitteilung.

In der Folge sei der Gestaltungsplan in verschiedenen Bereichen einer Überarbeitung unterzogen worden.

Überarbeitung der Planung

Aufgrund der vorgenommenen Änderungen sei – gemäss dem Gesetz – das Auflageverfahren zu wiederholen und das laufende Verfahren samt den Einsprachen als gegenstandslos abzuschreiben. Der «Gestaltungsplan Scheitingen» sei in zwei bedeutenden Elementen angepasst worden.

«Zum Ersten wurde die maximal zulässige Bruttogeschossfläche von bisher 6 725 Quadratmetern auf neu 6 060 reduziert», schreibt der Stadtrat. Zum Zweiten erfüllten die Attikageschosse neu die baurechtlichen Bestimmungen und beanspruchten keine Sonderregelung im Gestaltungsplan mehr. Somit erfülle die geplante Überbauung die Vorgaben der Regelbauweise. «Das Bauvorhaben ist damit zonenkonform.»

Petition mit 371 Unterschriften

Gestützt auf diese veränderte Ausgangslage habe der Stadtrat den überarbeiteten Gestaltungsplan beschlossen und wieder zur öffentlichen Auflage freigegeben.

Zur Kompensation der bevorstehenden Feiertage werde die ordentliche Auflagefrist von 20 auf 30 Tage verlängert.

Am 8. Oktober übergab man der Gemeinde eine Petition mit 371 Unterschriften gegen den Gestaltungsplan. Die Unterzeichnenden sind gemäss Petitionstext Anwohner, Haus- oder Landbesitzer und Bewohner von Steckborn. Sie verlangen, den Gestaltungsplan mit dem Überbauungsvorhaben von sieben Mehrfamilienhäusern abzulehnen (unsere Zeitung berichtete).

Der Stadtrat habe das Dossier «Scheitingen» an seiner Sitzung vom 3. Dezember unter Einbezug und Abwägung aller vorliegenden Fakten, Unterlagen und Interessen diskutiert, schreibt der Stadtrat. «Zusammenfassend wird festgestellt, dass der (überarbeitete) «Gestaltungsplan Scheitingen» aus der Sicht des Stadtrates die rechtlichen wie auch gestalterischen Anforderungen erfüllt.» Daher könne der Forderung der Petition auf Ablehnung des Gestaltungsplans im Lichte dieser Sachlage nicht entsprochen werden, heisst es in der Mitteilung des Stadtrates weiter.

Verkehrsgutachten ausgearbeitet

Ausgelöst durch Beschwerden aus verschiedenen Quartieren und auch von Verkehrsteilnehmenden habe der Stadtrat ein Verkehrsgutachten über den Bereich «Steckborn West» ausarbeiten lassen. Dieses ausführliche Gutachten komme im Zusammenhang mit der geplanten Überbauung «Scheitingen» zum Schluss, dass der vorgesehene Ausbau der Scheitingerstrasse als angemessene Reaktion auf die zu erwartende Verkehrszunahme zu werten sei. Zudem würden verschiedene Problemstellungen im Gemeindestrassennetz analysiert und Vorschläge zur Lenkung und Milderung des sogenannten «Schleichverkehrs» gemacht.

Der vollständige Bericht kann unter www.steckborn.ch heruntergeladen werden.

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