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SCHÄDLING: Mit blauem Auge davongekommen

Der Gewittersturm im vergangenen August hat nicht nur viel Holz beschädigt, er hat auch den Borkenkäfer begünstigt. Der Kanton entschädigt die gute Aufräumarbeit der Waldbesitzer.
Larissa Flammer
Der Gewittersturm Anfang August lieferte dem Borkenkäfer Nahrung und Brutstätten. Im Bild Schäden bei Hüttwilen. (Bilder: Thi My Lien Nguyen)

Der Gewittersturm Anfang August lieferte dem Borkenkäfer Nahrung und Brutstätten. Im Bild Schäden bei Hüttwilen. (Bilder: Thi My Lien Nguyen)

Larissa Flammer

larissa.flammer@thurgauerzeitung.ch

Etwa 14000 Kubikmeter Holz ist im vergangenen Jahr im Thurgauer Wald kaputt gegangen. Wie viel davon durch den Sturm und wie viel durch den Borkenkäfer, kann das Forstamt nicht genau sagen. «Es ist auf jeden Fall deutlich mehr als die 10000 Kubikmeter im Vorjahr», sagt Kantonsforstingenieur Daniel Böhi.

Der heisse Frühling im vergangenen Jahr begünstigte den Borkenkäfer, weshalb sich der Kanton zu einem Versuch entschloss. Der Thurgauer Regierungsrat sprach im August 100000 Franken aus dem Waldfonds für die Borkenkäferbekämpfung. Waldbesitzer sollten für das rechtzeitige Hacken von Kronenmaterial und für den Zwischentransport von Fichtenholz aus dem Wald entschädigt werden. «Das hat sehr gut funktioniert. Es wurde viel gehackt und abtransportiert. Die Waldbesitzer haben gut gearbeitet», sagt Amtschef Böhi.

Weil aber der schlimme Gewittersturm in der Nacht auf den 2. August grosse Schäden angerichtet hat, gab es so viel zu tun, dass das Geld des Kantons schnell aufgebraucht war. Vergangene Woche bewilligte der Regierungsrat deshalb eine weitere Entnahme von maximal 70000 Franken aus dem Waldfonds. «Damit wird der Aufwand gedeckt, den wir im Sommer und Herbst betrieben haben», erklärt Böhi. Durch die gute Arbeit aller Beteiligten war der Schaden durch den Borkenkäfer nicht so gross wie befürchtet. «Der Sturm hat das Problem eindeutig verschärft. Unter dem Strich sind wir aber mit einem blauen Auge davongekommen.»

Im Winter ist der ­Borkenkäfer kein Problem

Nicht nur der Gewittersturm im August hat im Wald Schäden angerichtet, auch durch die Stürme der vergangenen Wochen sind Bäume gefallen. «Im Winter ist der Borkenkäfer kein Thema», sagt Böhi. Dieser verhalte sich in dieser Jahreszeit ruhig. Die Empfehlung an die Waldbesitzer lautet auch jetzt: Fichtenholz wegräumen. Dafür bleibt jedoch etwas Zeit – erst Ende März kommt der Borkenkäfer wieder. Deshalb unterstützt der Kanton die aktuellen Räumungsarbeiten nicht finanziell, wie Böhi sagt. «Wir haben die klare Haltung, nur bei der akuten Käferbekämpfung einzugreifen.»

Zumindest etwas Positives sieht der Kantonsforstingenieur in den Winterstürmen: Weil der Boden nass war, sind viele Bäume mitsamt Stock gefallen und die Waldbesitzer können diese gut verkaufen. «Zu dieser Jahreszeit wird ja auch viel Holz genutzt», sagt Böhi. Im Sommer brechen die Bäume bei Stürmen häufig.

Der Gewittersturm Anfang August lieferte dem Borkenkäfer Nahrung und Brutstätten. Im Bild Schäden bei Hüttwilen. (Bilder: Thi My Lien Nguyen)

Der Gewittersturm Anfang August lieferte dem Borkenkäfer Nahrung und Brutstätten. Im Bild Schäden bei Hüttwilen. (Bilder: Thi My Lien Nguyen)

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