SCF-Duell: Zu Wasser und zu Lande

FRAUENFELD. Beim Namensduell zwischen dem SCF und dem SCF gehen heute abend die besten Handballer Frauenfelds gegen das beste Frauenfelder Wasserballteam baden. Der Plauschmatch findet in der Badi statt. Ein Rückspiel ist auch geplant.

Mathias Frei
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Im Wasser: Ein Wasserballspieler des Schwimmclubs Frauenfeld in Aktion. (Bild: MARIO GACCIOLI)

Im Wasser: Ein Wasserballspieler des Schwimmclubs Frauenfeld in Aktion. (Bild: MARIO GACCIOLI)

«Wir müssten mindestens 15 zu 0 gewinnen – vorausgesetzt, dass unser Goalie keinen Schuss reinlässt.» Der Wasserballspieler und ehemalige Spitzenschwimmer Gerry Strasser zeigt sich vor dem heutigen Namensduell gegen Frauenfelds anderen SCF zuversichtlich.

Dieser Plauschmatch sei eine typische Schnapsidee gewesen, erzählt Strasser. Er sei mit Handballern im Ausgang gewesen. «Da zündet man sich gegenseitig an. Und dann meinte einer: Komm, wir tragen es auf dem Spielfeld aus.» Das Spielfeld heute abend wird für die erste Mannschaft des Sportclubs Frauenfeld eher ungewohnt sein: Gespielt wird nämlich im Sportbecken der Badi Frauenfeld und Wasserball – gegen die besten Wasserballer des Schwimmclubs Frauenfeld und für die übliche Spieldauer von viermal acht Minuten. «Es sind genug sehr gute Schwimmer im Wasser, die eingreifen können, falls ein Handballer absäuft», verspricht Strasser.

In der Halle unter die Räder

Ziel sei es, möglichst bald auch ein Rückspiel in der Halle auszutragen, sagt Strasser. Ein Datum steht noch nicht fest. «Im Handball kommen wir mehr unter die Räder als die Handballer im Wasser», befürchtet Strasser.

Es geht heute darum, welcher SCF besser ist. Im Bassin ist man zwar Gegner. Neben dem Spielfeld sei man aber miteinander befreundet, sagt Sportchef Christian Hug vom Sportclub Frauenfeld. «Wir hatten es immer gut mit den Wasserballern, es gab ab und zu auch gegenseitige Matchbesuche als Zuschauer.» Die Herausforderung sei, dass beide Sportarten mit einem Ball gespielt würden, sagt Hug. Beide Teams gehen übrigens mit ihrer aktuell bestmöglichen Besetzung in dieses Spiel. «Wir sind aber natürlich nicht blauäugig. Alles andere als ein klarer Sieg der Wasserballer wäre eine Sensation.» Als Knackpunkt sieht Hug die komplizierten Wasserball-Spielregeln. Die schwimmerischen Qualitäten seien nur die zweitgrösste Hürde. Auch für Hug steht fest, dass es ein Rückspiel in der Halle geben soll. Bei den Handballern könnte es aber terminlich eng werden. Denn bei ihnen ist bald Saisonstart.

Auf jeden Fall wird ein mögliches Rückspiel in der Halle zweimal 16 Minuten dauern. Die übliche Spieldauer von zweimal 30 Minuten würde möglicherweise einzelne Wasserballer konditionell überfordern.

Spiele in Martys «Central»

Wasserballspiele zwischen Handballern und Wasserballern sind in Frauenfeld nicht neu. Der ehemalige SCF-Spitzenhandballer Patrick Wirth erinnert sich an Plauschspiele in den 1970er- und 1980er-Jahren. Ein Handball-Rückspiel wäre aber ein Novum. «Damals trafen wir uns nach dem Training jeweils im <Central> bei Roli Marty, einem ehemaligen Wasserballer. Die Spiele gegen die Wasserballer waren immer ein grosser Spass.» Ein Handballer im Wasser suche wohl schnell den sicheren Beckenrand. Aber auch Handball sei nicht zu unterschätzen, weil der Sport vom Bewegungsablauf her kompliziert sei, sagt Wirth.

Schwimmclub Frauenfeld vs. Sportclub Frauenfeld: heute, 20.15 Uhr, Badi Frauenfeld Mit Grillstand und Getränkeverkauf

In der Halle: Ein Handballer des Sportclubs Frauenfeld im Angriff. (Bilder: Mario Gaccioli)

In der Halle: Ein Handballer des Sportclubs Frauenfeld im Angriff. (Bilder: Mario Gaccioli)

Christian Hug Sportchef Sportclub Frauenfeld (Bild: pd)

Christian Hug Sportchef Sportclub Frauenfeld (Bild: pd)

Gerry Strasser Wasserballspieler Schwimmclub Frauenfeld (Bild: pd)

Gerry Strasser Wasserballspieler Schwimmclub Frauenfeld (Bild: pd)