Sarah Böschs politische Zukunft bleibt ungewiss

WIL. Als letzter gewichtiger Punkt stand der Name Sarah Bösch auf der Traktandenliste der SVP-Fraktionssitzung vom Montagabend.

Hans Suter
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WIL. Als letzter gewichtiger Punkt stand der Name Sarah Bösch auf der Traktandenliste der SVP-Fraktionssitzung vom Montagabend. Ob der Schlagzeilen in der vergangenen Woche wurde gemeinhin erwartet, dass die SVP-Ortspartei Wil rasch handelt, um weiteren Schaden vom Stadtparlament und von der SVP-Ortspartei abzuwenden.

Licht ins Dunkel bringen

Vorgesehen war, die 33jährige Stadtparlamentarierin eingehend zu einigen Vorfällen zu befragen. Zum Beispiel zur Beschimpfung der Polizei auf Facebook nach alkoholisierter Autofahrt in St. Gallen, zu «Unregelmässigkeiten» bei der Eröffnung einer Tagesstätte für behinderte Kinder in Wädenswil, zum Ausschluss aus der SVP Kilchberg, zu ihrer beruflichen Situation und ihrer Ausbildung. Mittlerweile scheint man selbst bei der SVP Wil nicht mehr allen Angaben Böschs blindlings zu vertrauen.

Aufgrund der morgen Donnerstag im Stadtparlament zu behandelnden Geschäfte reichte die Zeit nicht mehr aus, sich der Fragen zur Personalie Sarah Bösch anzunehmen. Nun soll Anfang nächster Woche eine Sondersitzung einberufen werden. Einziges Traktandum: Sarah Bösch. In einem Communiqué distanziert sich die Wiler SVP-Fraktion von den abwertenden Äusserungen, welche Sarah Bösch über die Sicherheitskräfte des Kantons St. Gallen gemacht habe. «Trunkenheit am Steuer ist kein Kavaliersdelikt. Die SVP-Fraktion schätzt die Arbeit der St. Galler Sicherheitskräfte ausserordentlich», schreibt Parteipräsident Klaus Rüdiger.

Worte des Bedauerns

Gestern nachmittag hat Sarah Bösch einen Versuch unternommen, ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Auf Facebook schrieb sie: «Heute möchte ich mich für meine unbedachten Äusserungen gegenüber der St. Galler Polizei entschuldigen.»