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Samstags gilt: Bühne frei für allerlei

FRAUENFELD. Vom Jodelchor über das Theaterduo bis zur Rockband: Auf dem roten Teppich der städtischen Musikbox in der Altstadt sollen alle möglichen Bühnenkünste Platz haben. Vor dem Redinghaus sind jeden Samstag Auftritte möglich.
Mathias Frei
In der Altstadt: Hannes Bissegger und David Nägeli von der Frauenfelder Band Franky Four Fingers probieren die Musikbox aus. Applaus spendet ihnen der städtische Kulturbeauftragte Christof Stillhard. (Bild: Mathias Frei)

In der Altstadt: Hannes Bissegger und David Nägeli von der Frauenfelder Band Franky Four Fingers probieren die Musikbox aus. Applaus spendet ihnen der städtische Kulturbeauftragte Christof Stillhard. (Bild: Mathias Frei)

Sommer, Sonne, ein Kaltgetränk und Musik hören unter freiem Himmel: Was gibt es Schöneres! Diesen Sommer soll jeden Samstag ein klein wenig Open-Air-Stimmung aufkommen in der Frauenfelder Altstadt. Die städtische Kulturförderung unter der Leitung von Christof Stillhard und die Interessengemeinschaft Frauenfelder Innenstadt (IG FIT) lancieren dafür die Musikbox und bieten ab Samstag eine Plattform für Kurzauftritte aller Art – wobei für übermorgen bisher noch kein Auftritt feststeht. Die Musikbox steht in der Zürcherstrasse vor dem Redinghaus, schräg gegenüber der katholischen Stadtkirche. In der vandalensicheren Kiste mit dem roten Deckel hat's alles, was es für einen Kurzauftritt braucht: von den Festbänken bis zum Kollektenhut.

Auspacken und loslegen

David Nägeli und Hannes Bissegger, Gitarristen der bekannten Frauenfelder Rock 'n' Roll-Kapelle Franky Four Fingers, haben das neue Angebot vorgängig ausprobiert – und es für gut befunden. «Tolle Idee», ist Nägelis Meinung. Und Bissegger findet: «Cool, wenn man einfach kommen und loslegen kann.» Also Gitarren auspacken und spielen. Strom ist auch vorhanden, falls jemand noch eine kleine Gesangsanlage mitbringen will. «Oder man singt einfach genug laut», sagt Bissegger. Sobald ihr Schlagzeuger diesen Sommer wieder zurück ist vom Auslandsaufenthalt, wollen die Franky Four Fingers auch mal ein samstägliches Akustikkonzert geben, versprechen Nägeli und Bissegger – einfach nicht schon morgens um 9 Uhr.

Show für maximal 45 Minuten

Die Spielregeln für die Musikbox sind einfach. «Erlaubt ist, was gefällt», sagt der städtische Kulturbeauftragte Christof Stillhard. Es habe Platz für alle möglichen Bühnenkünste – von der Jazzformation bis zur Rockband, vom Impro-Theater bis zum Kammerorchester, vom Jodelduo bis zu Slam-Poetry. Die Auftritte zwischen 9 und 16 Uhr beginnen jeweils zur vollen Stunde und sollen maximal 45 Minuten dauern. Für die Künstler hat's Klappstühle, für Zuschauer Festbänke. Ein roter Teppich macht die Bühne. Gegen den Sonnenbrand kann man die Storen herunterkurbeln. Ein Aschenbecher darf nicht fehlen. Der Hut für die Kollekte, welche die Auftretenden behalten dürfen, ist von Hilde Market. Auf- und Abbau ist Sache der Künstler. Möglichst bald soll es noch einen Anschlagkasten vor Ort geben, wo das Programm einsehbar ist.

Anmeldung bei der Stadt

Was Stillhard nicht sehen will, sind diskriminierende Inhalte jeglicher Art und politische Auftritte. Dass diese Vorgaben eingehalten werden, ist über die Anmeldung beim Amt für Kultur gewährleistet. So kann Stillhard bei mehreren Auftritten pro Samstag auch die Auftrittszeiten aufeinander abstimmen. Zudem teilt er den Auftrittswilligen bei dieser Gelegenheit mit, wo der Schlüssel für die Musikbox abgeholt werden kann.

«Die Idee von Platzkonzerten fand ich schon immer lässig», sagt Stillhard. Im Zusammenhang mit dem Versuchsbetrieb der Begegnungszone bot sich nun diese Möglichkeiten einer stationären, aber gleichwohl nicht aufwendigen Kulturplattform. «Wir lassen die Musikbox vorerst bis Oktober laufen.» Ob es dieses Angebot auch im Sommer 2016 wieder gibt, hängt wohl eng mit dem Begegnungszone-Versuchsbetrieb zusammen. An den auftrittswilligen Künstlern wird es nicht liegen, ist sich Stillhard sicher. «Ich staune immer wieder über die Vielfalt der Frauenfelder Kulturschaffenden.

Anmeldung für die Musikbox: kultur@stadtfrauenfeld.ch oder 052 724 56 20, optimalerweise bis Donnerstag der Vorwoche.

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